Freitag, 24. Mai 2024
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Kiss-In gegen Homophobie in Buenos Aires

Lesbisches Paar wegen Zärtlichkeiten aus dem Lokal geworfen

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Ein Kiss-In für mehr Homo-Rechte gab es in Argentinien: In Buenos Aires haben sich am Montagabend mehrere schwule und lesbische Paare demonstrativ vor einem alteingesessenen Café geküsst. Damit wollten sie dagegen protestieren, dass ein Kellner letzte Woche ein lesbisches Paar aus dem Lokal geworfen hat.

Eine 25-Jährige hat das Café angezeigt, weil sie und ihre Partnerin eigenen Angaben zufolge von einem Kellner ermahnt und zum Verlassen des Lokals aufgefordert wurden, weil sie sich umarmten. „Meine Partnerin war wegen eines persönlichen Problems traurig und ich habe versucht, sie zu trösten“, so die Frau. Doch der Geschäftsführer zeigte kein Verständnis und sagte ihnen, ihr Verhalten sei unpassend für das Lokal.

„Diskriminierung muss man öffentlich machen und verurteilen“, erklärte der Vorsitzende des argentinischen Homosexuellen-Verbandes, Cesar Cigliutti, anlässlich de Kiss-Ins.

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Café weist die Vorwürfe zurück

Das Café weist die Vorwürfe zurück: Die Frauen seien mit einem anderen Gast in Streit geraten und gebeten worden, das Lokal zu verlassen, um einen Skandal zu vermeiden, zitiert die Tageszeitung „La Nacion“ einen Vertreter des Lokals.

Der Vorfall in Argentinien weist Ähnlichkeiten mit jenem, der sich im Jänner 2015 im Café Prückel abgespielt haben soll: Auch hier sollen Lesben des Lokals verwiesen worden sein, weil sie sich geküsst haben. Aus Protest gingen vor dem Lokal rund 2.000 Menschen auf die Straße.