Sonntag, 3. März 2024
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Haben israelische Forscher ein HIV-Heilmittel gefunden?

Wissenschaftler haben befallene Zellen dazu gebracht, sich selbst zu zerstören

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Israelische Wissenschaftler könnten einen neuen Wirkstoff gegen HIV entwickelt haben: Damit sollen sich HIV-Zellen selbst zerstören ohne dem restlichen Körper zu schaden. Im Labor testeten die Forscher rund um Abraham Loyter und Assaf Friedler von der Hebrew University den Wirkstoff mit dem Blut von zehn HIV-Positiven. Die Viruslast konnte dabei um 97 Prozent reduziert werden. Noch wurden die Resultate nicht offiziell bestätigt.

Die Viren werden zerstört und können sich nicht mehr im Körper verstecken

Bei dem Wirkstoff handelt es sich um ein Peptid, also eine organische Verbindung mit Aminosäuren. Zu den Peptiden gehören unter anderem Proteine oder Antibiotika. Der Wirkstoff der israelischen Forscher bringt mehrere Kopien der Virus-DNS dazu, in eine infizierte Zelle einzudringen und so die Selbstzerstörung der Zelle in Gang zu setzen. „Mit unserem Ansatz zerstören wir die Zellen. So gibt es keine Möglichkeit, dass der Virus eines Tages wieder aufwacht, weil es keine Zellen gibt, in denen der Virus steckt“, erklärte Loyter dem israelischen Fernsehsender „Channel 2“.

Der neue Ansatz zur Behandlung ist sehr vielversprechend

Einen ähnlichen Ansatz zur Heilung von HIV haben Ende September britische Forscher vorgestellt. Die Wissenschaftler von fünf britischen Top-Universitäten haben ebenfalls eine Möglichkeit entwickelt, schlafende HIV-Zellen im Körper aufzuspüren und zu zerstören. Bei einem 44-jährigen Mann aus London wurden nach der Behandlung zunächst keine Viren mehr nachgewiesen.

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Zur Zeit kostet die Behandlung eines HIV-positiven Patienten im Schnitt insgesamt etwa 400.000 Euro. Mit neuen Methoden der Vorsorge, zum Beispiel der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP), versuchen Aktivisten und Gesundheitspolitiker, die Zahl der Neuinfektionen signifikant zu senken. In Österreich wird PrEP derzeit aber noch nicht von den Krankenkassen bezahlt.

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