[Video] Lady Gaga: Überraschendes Outing vor obdachlosen LGBT-Teenagern

Offen wie selten zuvor hat die 30-jährige Künstlerin zu den obdachlosen Jugendlichen gesprochen

Lady Gaga
Screenshot: NBC

Lady Gaga leidet nach einer Vergewaltigung, die sie als Teenager erlebt hatte, an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Das sagte sie dem US-Sender NBC während eines Interviews, das sie beim Besuch eines Obdachlosenheims für LGBT-Jugendliche im Ali Forney Center im New Yorker Stadtteil Harlem führte.

Dass sie als 19-Jährige vergewaltigt wurde und sie dieses Erlebnis traumatisiert hatte, hat die Künstlerin schon vor zwei Jahren öffentlich gemacht. Nun war es das erste Mal, dass sie PTBS in der Öffentlichkeit als Grund für ihre Depressionen und Angstzustände nannte.

„Ich habe eine psychische Krankheit und kämpfe jeden Tag dagegen“

„Ich habe eine psychische Krankheit und ich kämpfe jeden Tag gegen diese psychische Krankheit“, sagte Lady Gaga vor jungen obdachlosen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Sieben Jahre konnte sie niemandem davon erzählen, sagt sie. Auf Twitter schrieb die Sängerin, dass sie nun eines ihrer „tiefsten Geheimnisse mit der Welt“ geteilt habe. „Geheimnisse sorgen dafür, dass du krank vor Scham bleibst“, fügte sie hinzu.

„Es ist wirklich wichtig, Kinder, die traumatisiert sind, daran zu erinnern, dass sie nicht alleine sind und geliebt werden“, erklärte sie NBC. Den jungen Menschen brachte sie unter anderem auch Kleidung und Make-up mit. Einer der obdachlosen Jugendlichen in dem Heim erzählte der Sängerin, dass er ihr Album „Born this Way“ die ganze Zeit gehört habe, als ihn seine Familie verstoßen hatte. Einem anderen hat der Besuch wieder Lebensmut gegeben: „Ihre Freundlichkeit heute war eine Erinnerung für mich, dass es Liebe immer noch gibt und dass davon auch noch etwas für mich übrig ist“, sagte er.

Besuch bei obdachlosen LGBT-Jugendlichen gibt diesen viel Kraft

Dass Lady Gaga ihre Krankheit während ihres Besuchs in einem Obdachlosenheim für LGBT-Jugendliche in New York machte, ist kein Zufall. Sie hatte immer eine starke Verbindung zur LGBT-Community. Und die Jugendlichen geben der 30-Jährigen offenbar die Kraft, auch über ihren Schmerz zu sprechen. Sie dankte den Jugendlichen dafür, dass sie ihre Geschichten, „ihr Trauma und ihren Schmerz“ mit ihr geteilt hätten.

Eigenen Angaben zufolge ist das Ali Forney Center das größte Zentrum, das Jugendlichen hilft, die einer sexuellen Minderheit angehören. Es hilft pro Jahr etwa 1.000 jungen Menschen, die meisten von ihnen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Nach Schätzungen der „True Color Foundation“ gibt es in den USA insgesamt 640.000 obdachlose LGBTI-Jugendliche.