Montag, 17. Juni 2024
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Auch in Wien Demonstration gegen Schwulen-Verfolgung in Tschetschenien

Am 21. April zieht eine Demonstration von der Staatsoper zum Ring

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Auch Österreich solidarisiert sich mit jenen schwulen Männern, die in Tschetschenien zu Opfern des totalitären Regimes von Ramsan Kadyrow geworden sind: Wegen ihrer sexuellen Orientierung sollen zahlreiche Männer in der russischen Kaukasusrepublik von Militär und Polizei abgeholt und in Geheimgefängnissen festgehalten und gefoltert worden sein. Einige von ihnen haben diese Haft nicht überlebt oder wurden anschließend von ihren Familien im Namen der Ehre getötet, weil sie schwul waren.

Breites Bündnis von queeren Organisationen aus ganz Österreich solidarisiert sich

Am Freitag, dem 21. April, demonstriert deshalb ein breites Bündnis österreichischer LGBTIQ-Organisationen und –Aktivisten unter der Leitung des Bündnisses „To Russia With Love“ durch die Wiener Innenstadt. Ab 17.00 treffen sich die Teilnehmer vor der Staatsoper, von dort geht es zum Parlament, wo auch die Abschlusskundgebung stattfindet.

Und auch, wer bei der Demonstration nicht dabei sein kann, kann sich ganz einfach solidarisch erklären: Einfach ein Selfie mit einem Schild, auf dem der Hashtag #chechnya100 zu lesen ist, auf dem eigenen Profil auf Facebook, Twitter oder Instagram posten – und den Hashtag auch im Posting-Text nicht vergessen.

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Zusätzlich können sich Unterstützer vor Ort mit einem der extra angefertigten Schilder fotografieren lassen, um ihre Solidarität mit der queeren Community in Tschetschenien zu zeigen. Die Bilder werden anschließend ebenfalls in Sozialen Netzwerken hochgeladen.

„Unsere Solidarität ist für die Gruppen vor Ort sehr wichtig“

„Wir sind als Vereinigung von über 25 queeren Organisationen und Institutionen seit 4 Jahren aktiv. Auch wenn sich politisch wenig getan hat, zeigen uns die positiven Rückmeldungen aus Russland das unsere Arbeit und unsere Solidarität sehr wichtig für die örtlichen Aktivistinnen und Aktivisten ist. Also: Hingehen und Flagge zeigen!“, erklärt auch Gerd Picher vom Bündnis „To Russia With Love“.

Die Veranstaltung reiht sich in jene, die schon in vielen anderen Ländern stattgefunden haben. Am letzten Samstag zeigten hunderte Menschen in Berlin bei einem „Trauermarsch“ vom Auswärtigen Amt zur russischen Botschaft, der vom Aktionsbündnis „Enough is Enough“ und der deutsch-russischen LGBT-Organisation „Quarteera“ organisiert wurde, ihre Solidarität mit den verfolgten Schwulen in Tschetschenien.

In der Schweizer Bundesstadt Bern demonstriert heute ein Aktionsbündnis aus verschiedenen Parteien und Organisationen, um auf die Situation schwuler Männer in Tschetschenien aufmerksam zu machen. Am Wochenende wollen die Titelträger der europäischen Mister-Leather-Wahlen außerdem vor der russischen Botschaft in Berlin demonstrieren.