Conchita als Life-Ball-Organisatorin? Nun nimmt sie dazu Stellung

Gery Keszler denkt daran, den Life Ball in ein paar Jahren zu übergeben - aber an wen?

Conchita
Thomas Ramstorfer/ORF

Am 10. Juni findet im Wiener Rathaus nach einer einjährigen Pause wieder der Life  Ball statt. Organisator der rauschenden Ballnacht ist – wie von Beginn an – Gery Keszler. Doch er kann sich vorstellen, das Zepter abzugeben und in vielleicht prominentere Hände zu legen. Doch die winken ab.

Keszler will den Ball „noch einige Jahre“ machen – dann sollen Jüngere übernehmen

„Ich hab schon vor, wenn ich darf und wenn es geht, dass das noch einige Jahre unter meiner Regie durchgeführt wird“, erklärt der 53-Jährige im Interview mit der ORF-III-Sendung „Kultur heute“. Danach könnte Keszler zufolge „eine neue Generation“ ans Ruder: „Ich gehe ja dann auch schon auf die 60 zu, und ich finde, dann sollten Jüngere ans Werk kommen, die das übernehmen. Die Conchita vielleicht.“

Auf die Frage von ORF-Moderator Peter Fässlacher, ob das ein Angebot an Conchita sei, meinte Keszler: „Wir sprechen darüber zumindest.“ Das bestreitet die Song-Contest-Gewinnerin aus dem Jahr 2014 auch gar nicht. Am Rande der Präsentation für die Eröffnung der Wiener Festwochen verrät sie heute dem ORF Wien, mit Keszler zwar darüber gescherzt zu haben. „Am Ende des Tages ist das schon eine große Herausforderung, eine sehr große Verantwortung. Ich weiß nicht, ob ich dem gewachsen bin. Und deswegen, aus heutiger Sicht, würde ich nein sagen“, so Conchita.

Life Ball steht dieses Jahr unter dem Motto „Erkenne die Gefahr“

Der Life Ball ist die größte Benefizveranstaltung für Menschen mit HIV und Aids, die es weltweit gibt. Er steht dieses Jahr unter dem Motto „Erkenne die Gefahr“ und möchte damit zwei Punkte ansprechen: Einerseits geht es darum, sich testen zu lassen, um den eigenen HIV-Status zu kennen. Auf der anderen Seite ist das Motto auch eine Anspielung auf die frühen 1930er-Jahre, in denen der Nationalsozialismus begann aufzukeimen.

Im letzten Jahr hat der Ball pausiert. Gery Keszler wollte die Zeit nutzen, um die Organisation neu zu strukturieren und die Inhalte erneut auf das Hauptthema des Balles, HIV und Aids, zu fokussieren. „Wir waren am Schluss schon sehr, sehr komplex“, so Keszler selbstkritisch: „Aber irgendwie muss man Herr und Frau Österreicher wieder ganz am Anfang abholen, nämlich gerade im Bereich des Testens. Leider Gottes ist das Wissen noch immer, nach drei Jahrzehnten, so gering über HIV/Aids und die Gefahren damit.“