Achtjährigen Sohn getötet, weil er ihn für schwul hielt: Geschworene verhängen Todesstrafe

Bevor er starb, wurde er acht Monate lang von seinem Vater brutal gequält

Gabriel Fernandez
privat

In Los Angeles ist am Mittwoch ein 37-jähriger Mann von den Geschworenen zum Tode verurteilt worden. Sie sahen es als erwiesen an, dass Isauro Aguirre seinen achtjährigen Sohn gefoltert und umgebracht hat, weil er dachte, er sei schwul. Der Richter wird das endgültige Urteil im März verlautbaren.

Bevor Gabriel Fernandez von seinem eigenen Vater ermordet wurde, musste er Höllenqualen durchleiden. Er wurde mit Pfefferspray gequält und musste seine eigenen Fäkalien und Erbrochenes essen. Sein Vater drückte Zigaretten auf seiner Haut aus, schlug ihn mit einem Baseball-Schläger, schoss mit einer Luftpistole auf ihn und sperrte ihn in einen Käfig.

Als ihn die Sanitäter fanden, wog der Bub nur mehr 26 Kilogramm

Schlafen musste der Bub gefesselt und geknebelt in einem Schrank. Bevor Gabriel in die Schule ging, musste er Mädchenkleidung tragen – und all das nur, weil sein Vater dachte, der Achtjährige sei schwul. Insgesamt soll der Mann das Kind acht Monate lang gequält haben.

Am 24. Mai 2013 starb der kleine Gabriel schließlich an seinen inneren Verletzungen im Krankenhaus. Da wog er bei einer Größe von 1,25 Metern nur 26 Kilogramm. Zwei Tage zuvor waren Sanitäter zum Elternhaus des Achtjährigen in Palmdale bei Los Angeles gerufen worden. Sie fanden Gabriel bewusstlos vor – Untersuchungen zeigten, dass er da bereits hirntot war.

Bei Gabriel wurden ein Schädelbruch, gebrochene Rippen, Hautverbrennungen und -abschürfungen und ausgeschlagene Zähne festgestellt. Von den Schüssen der Luftpistole waren in seiner Leistengegend mehrere Kügelchen eingegraben. Die Sanitäter bemerkten zudem Würgemale am Hals des Kindes.

Staatsanwalt forderte wegen der besonderen Schwere der Schuld die Todesstrafe – die Geschworenen folgten ihm

Bereits am 15. November sprachen die Geschworenen Aguirre des Mordes für schuldig. Nun berieten sie über das Strafmaß. Staatsanwalt Jonathan Hatami hatte wegen der besonderen Schwere der Schuld die Todesstrafe beantragt. Im Verfahren sagte er, der Angeklagte habe „die Tat begangen, weil er Gabriel nicht gemocht hat. Er dachte nämlich, dass das Kind schwul und dass dies etwas Schlechtes sei. Er hat die Tat aus Hass auf den kleinen Jungen begangen.“

Nach nur sechs Stunden verkündeten die Geschworenen ihr Urteil: Sie verhängten gegen den 37-Jährigen die Todesstrafe. Er weigerte sich zuvor, ein Geständnis abzulegen, was die Todesstrafe verhindert hätte. Das letzte Wort hat nun der Richter: Er wird am 8. März 2018 verkünden, ob er der Empfehlung der Geschworenen folgt oder wandelt die Strafe in lebenslange Haft um.