So erfolgreich war das „Team LGBT“ bei Olympia in Pyoengchang

Gleich viele Medaillen wie Tschechien - darunter zweimal Gold

Pyeongchang 2018: Goldmedaille
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Die Olympischen Winterspiele in Pyoengchang sind geschlagen – und für das „Team LGBT“ waren sie gleich aus mehreren Gründen sehr erfolgreich. So haben insgesamt 15 schwule, lesbische und bisexuelle Athletinnen und Athleten aus neun Ländern teilgenommen – ein neuer Rekord.

Vier von ihnen haben insgesamt acht Medaillen gewonnen: Der kanadische Eiskunstläufer Eric Radford und die niederländische Eisschnellläuferin Ireen Wüst gewannen Gold, Wüst gewann auch noch zwei Silbermedaillen. Die lesbische Eishockeyspielerin Brianne Jenner gewann mit der kanadischen Mannschaft Silber.

Bronze gewannen in Südkorea Radford, die US-Eisschnelläuferin Brittany Bowe und Eiskunstläufer Adam Rippon. Mit zwei Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen wäre das „Team LGBT“ im Mediallienspiegel ex aequo mit Tschechien auf dem 14. Platz.

Hier eine kurze Übersicht, wie alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Team LGBT“ in Pyoengchang abgeschnitten haben.

Belle Brockhoff (Snowboarding, Australien): Im Snowboard Cross Bewerb der Damen erreichte Brockhoff den elften Rang.

Brittany Bowe (Eisschnelllauf, USA): Im Teambewerb konnte Bowe Bronze gewinnen, und auch in den Einzelmedaillen schrammte sie knapp am Edelmetall vorbei mit einem 4. Rang im 1000-Meter-Bewerb und als Fünfte über 1500 Meter und 500 Meter.

Jorvik Hendrickx (Eiskunstlauf, Belgien): Im Einzelbewerb der Männer erreichte Hendrickx den 14. Platz.

Daniela Iraschko-Stolz (Skispringen, Österreich): Auf der Normalschanze beendete Iraschko-Stolz den Bewerb als sechste von dreißig Springerinnen.

Brianne Jenner (Eishockey, Kanada): Die Titelverteidigerin konnte bei diesen Olympischen Spielen mit dem kanadischen Frauenteam „nur“ Silber holen.

Barbara Jezeršek (Langlauf, Australien): Im 10 Kilometer Freistilbewerb landete die Australierin auf dem 33. Platz, Beim 15 km Skiathlon erreichte sie Rang 39.

Gus Kenworthy (Freestyle-Ski, USA): Obwohl er sich im Training einen Daumen gebrochen hatte, erreichte er das Finale im Slopestyle und schaffte dort den 12. Rang.

Cheryl Maas (Snowboard, Niederlande): Im Big Air Bewerb erreichte Maas den 20. Rang, beim Slopestyle landete die Niederländerin auf Platz 23.

Simona Meiler (Snowboard, Schweiz): Im Cross-Bewerb erreichte Meiler Platz 22.

Kim Meylemans (Skeleton, Belgien): In der Skeleton-Damenwertung erreichte die Belgierin Rang 14.

Šárka Pančochová (Snowboard, Tschechien): In der Slopestyle-Wertung erreichte Pancochova den 16. Platz, Rand 19 wurde es beim Big Air.

Eric Radford (Eiskunstlauf, Kanada): Mit seiner Partnerin Meagan Duhamel gewann Radford im Teambewerb Gold und im Paarbewerb Bronze.

Emilia Ramboldt (Eishockey, Schweden): Das schwedische Damen-Eishockeyteam wurde im Viertelfinale geschlagen, schließlich erreichten sie den siebenten Rang.

Adam Rippon (Eiskunstlauf, USA): Im Teambewerb gewann Rippon mit den USA Bronze, den Einzelbewerb beendete er auf dem 10. Platz.

Sophie Vercruyssen (Zweierbob, Belgien): Gemeinsam mit An Vannieuwenhuyse erreichte sie im olympischen Bobbewerb den 13. Platz.

Ireen Wüst (Eisschnelllauf, Niederlande): Auch dieses Mal zeigte Wüst,  dass sie die beste Eisschnellläuferin der Gegenwart ist: Sie gewann über 1.500 Meter Gold, Silber über 3.000 Meter und im Teambewerb und wurde über 1.000 Meter Neunte. Bei der Abschlussfeier durfte die erfolgreichste Eisschnellläuferin der Gegenwart die niederländische Flagge tragen.


Hinweis: In einer früheren Version des Artikels haben wir die Silbermedaille für Brianne Jenner unterschlagen. Wir entschuldigen uns dafür.