Home News Sport Wimbledon: Belgische Tennisspielerin küsst ihre Freundin nach dem Sieg

Wimbledon: Belgische Tennisspielerin küsst ihre Freundin nach dem Sieg

Ein schönes sichtbares Zeichen, dass Liebe immer gewinnt

Alison van Uytvanck und Greet Minnen
Alison van Uytvanck/Instagram

Die Belgierin Alison van Uytvanck hat am Samstag in Wimbledon ein kleines Stück Tennisgeschichte geschrieben: Als sie ihr Drittrundenmatch gegen Anett Kontaveit aus Estland mit 6:2 und 6:3 gewonnen hatte, küsste die 24-Jährige ihre große Liebe – ihre Freundin, die 20-jährige Tennisspielerin Greet Minnen.

„Wir sollten uns dafür nicht schämen“

Der Liebesbeweis der Spielerin, die Platz 47 in der Weltrangliste einnimmt, war wohl der erste lesbische Kuss einer Spielerin beim Tennisturnier von Wimbledon. „Wir sollten uns dafür nicht schämen“, sagte sie danach stolz bei einer Pressekonferenz. „Ich glaube nicht, dass ich mich jetzt freier fühle, wir haben uns einfach dafür entschieden, dass es etwas ist, dass wir für uns behalten wollen“, erklärte sie den Jounalisten.

„Ich bin glücklich und es macht keinen Unterschied, ob das mit einem Mann oder einer Frau passiert“, erklärte sie  weiter. „Es geht mir gut, ich habe keine Krankheit. Ich glaube einfach, dass es gut ist, weil ich mich als homosexuelle Person outen konnte“, so van Uytvanck weiter. Öffentlich geoutet hatte sich die 24-Jährige im März auf einem belgischen Sportsender.

Die beiden Frauen sind Seelenverwandte

„Ich habe mich geoutet, weil ich mich dann besser gefühlt habe. Ich bin mit Greet wirklich glücklich. Sie versteht mich, sie versteht den Sport, weil sie auch eine Tennisspielerin ist, wir trainieren in der Früh gemeinsam. Sie ist eine warmherzige Person und wir haben eine gute Verbindung zueinander. Ich hoffe nur, dass junge Menschen das Selbstbewusstsein haben, um das zu tun, was wir getan haben“, so die Belgierin.

Sportlich hat der Kuss leider nicht für den notwendigen Aufschwung gesorgt: Am Montag ist van Uytvanck in der vierten Runde des Tennisturniers von Wimbledon gegen die Russin Daria Kasatika mit 7:6 3:6 und 2:6 ausgeschieden.

Zumindest ist Alison van Uytvanck in der Tenniswelt nicht alleine: Auch die Profi-Tennisspielerinnen Johanna Larsson aus Schweden und Richel van Hogenkamp aus den Niederlanden haben sich als lesbisch geoutet. Einen offen schwulen Profispieler gibt es derzeit nicht.