PrEP wird in Deutschland noch billiger

Ab 1. November ist die Monatsdosis schon ab 40 Euro erhältlich

Symbolbild: PrEP
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Die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) wird in Deutschland billiger: Ab morgen ist die „Blister-PrEP“, die in 65 Apotheken erhältlich ist, um 40 Euro für 28 Tabletten erhältlich. Zuvor hatte sie rund 50 Euro gekostet.

Schutz vor einer HIV-Infektion ab 1,43 Euro pro Tag

Der Preis für eine Tagesdosis der Medikamente, die vor einer HIV-Infektion schützen, sinkt damit auf 1,43 Euro pro Tablette, berichtet die Deutsche Aids-Hilfe (DAH). Die Kölsche Blister GmbH, welche die Tabletten vertreibt, möchte damit noch mehr Menschen den Zugang zur PrEP ermöglichen.

Für die „Blister-PrEP“ werden für die PrEP zugelassene Tabletten eines renommierten Herstellers in einzelne Sichtverpackungen abgefüllt. Damit gelten sie als neues Arzneimittel und die Preisvorgabe des Herstellers gilt nicht mehr. Durch diese Methode war im Oktober 2017 zum ersten Mal in Deutschland ein zur PrEP zugelassenes Medikament zu einem erschwinglichen Preis erhältlich.

Ab nächstem Jahr soll die PrEP auch von der Krankenkasse bezahlt werden

Zunächst startete das Pilotprojekt mit sieben teilnehmenden Apotheken in sechs deutschen Städten. Die Zahl der teilnehmenden Apotheken ist mittlerweile auf derzeit über 60 gestiegen. Zusätzlich sind auch andere Produkte, die in allen Apotheken erhältlich sind, billiger geworden.

Ab Mitte 2019 könnten die Kosten für die PrEP sogar von der Krankenkasse getragen werden – das hat zumindest Gesundheitsminister Jens Spahn, der selbst schwul ist, im Juli angekündigt.

Die Einnahme der PrEP sollte immer unter Begleitung eines Arztes erfolgen, da teils erhebliche Nebenwirkungen wie Nierenversagen möglich sind. Auch schützt sie nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen.