In die Donau gerast: Offen lesbische Sängerin Anca Pop ist tot

ÜBer die genauen Gründe des Unglücks gibt es noch keine näheren Informationen

Anca Pop
Anca Pop/Instagram

Die rumänisch-kanadische Sängerin Anca Pop ist tot. Die offen lesbische Künstlerin ist am Sonntag im Alter von 34 Jahren in ihrem Auto, das in die Donau gestürzt war, ertrunken. Nun ermittelt die Polizei die Hintergründe.

Das Auto von Anca Pop wurde in der Nacht auf Montag in der Nähe von Svinița im Südosten Rumäniens im kalten Wasser der Donau gefunden. Die Sängerin konnte nur mehr tot daraus geborgen werden.

Warum sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor, steht noch nicht fest

Zuvor hatte die Schwester der Sängerin die Polizei alarmiert, weil die 34-Jährige am Sonntag nicht wie erwartet zu einem Familientreffen erschienen war. Die genauen Umstände ihres Todes sind nicht bekannt.

Die rumänische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, warum die Sängerin die Kontrolle über ihr Auto verlor und in die eiskalte Donau raste. Der Fundort des Autos gilt nicht als Gefahrenstelle, auch wenn es dort rumänischen Medien zufolge keine Leitplanken gibt. Ihre Schwester Tina Pop schließt auch einen Suizid kategorisch aus. „Wenn sie Selbstmord begehen hätte wollen, hätte sie es anders gemacht“, so die Schwester.

Die gebürtige Rumänin musste ihre Heimat im Alter von drei Jahren verlassen, als ihre Familie vor dem kommunistischen Regime floh – zuerst nach Jugoslawien, dann nach Kanada. Geflohen ist die Familie damals über die Donau – jenem Fluss, der Pop nun das Leben kostete. Erst nach dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs konnte sie wieder in ihre Heimat zurück.

Große Fangemeinde in Japan, in ihrer Heimat war das Coming Out ein Skandal

Ihre Karriere als Balkanpop-Sängerin begann Anca Pop im Jahr 2008. Vor zwei Jahren konnte sie mit einem nach ihr selbst benannten Album große Erfolge feiern. Wie das Billboard-Magazin berichtet, hatte sie ihre größten Erfolge kurioserweise in Japan.

Anfang des Jahres hatte Pop öffentlich gemacht, dass sie mit einer Frau zusanmmenlebt. In ihrer Heimat Rumänien, wo Homosexualität noch oft ein Tabu ist, war diese Nachricht ein Riesenaufreger. Zuletzt trat sie mit der Girlgroup „Models“ auf, die mit dem Thema Homosexualität provozieren wollte.