Samstag, 15. Juni 2024
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So reagiert Amerika auf die homophobe und rassistische Attacke auf Jussie Smollett

Und der Schauspieler lässt sich durch die Attacke nicht unterkriegen

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Für Entsetzen sorgte der Überfall auf den offen schwulen schwarzen Schauspieler Jussie Smollett. Der 35-Jährige wurde in Chicago Opfer eines brutalen Hassverbrechens. Nun melden sich Kollegen und Politiker zu Wort – und auch Smollett selbst hat sich zum ersten Mal seit dem Angriff zu Wort gemeldet.

Smollett wollte sich gerade ein Sandwich kaufen, als er angegriffen wurde

Smollett war gerade auf dem Weg zu einem Sandwich-Lokal, als er von zwei Männern angegriffen wurde. Sie hätten rassistische und homophobe Beleidigungen gebrüllt, ihn geschlagen und ihm einen Strick um den Hals gelegt, so die Polizei von Chicago, Außerdem hätten die Unbekannten den Schauspieler mit einer chemischen Flüssigkeit übergossen, bei der es sich vermutlich um ein scharfes Bleichmittel handelte.

„Dieser schockierende Angriff auf unseren Freund und den großen Aktivisten Jussie Smollett ist leider kein Einzelfall“, betonte Chad Griffin, Vorsitzender der LGBT-Organisation Human Rights Campaign: „Es gibt eine alarmierende Epidemie von Hassgewalt in unserem Land. Besonders schwarze Menschen, LGBTQ und religiöse Minderheiten werden attackiert.“

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Ex-Vizepräsident Biden: „Eine solche Tat darf in diesem Land nie toleriert werden“

Der Vorfall sorgte auch in der Politik für Empörung. Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden schrieb auf Twitter, dass eine solche Tat „in diesem Land nie toleriert werden“ dürfe. Homophobie und Rassismus habe „keinen Platz auf unseren Straßen oder unseren Herzen“, betonte der 76-Jährige. „Wir sind bei dir, Jussie!“, so Biden.

Die beiden demokratischen US-Senatoren Cory Booker und Kamala Harris nannten den Angriff einen „versuchten Lynchmord“ und forderten Konsequenzen. „Niemand sollte um sein Leben fürchten wegen seiner Sexualität oder seiner Hautfarbe. Wir müssen etwas gegen diesen Hass tun“, betonte Harris, die Tochter einer indischen Mutter und eines Vaters aus Jamaika ist.

Smollett sagt, es gehe im gut – doch solche Angriffe passieren jeden Tag in den USA

„Du hast das nicht verdient, niemand verdient es, einen Strick um den Hals zu bekommen“, sagte Lee Daniels, Autor und Produzent von „Empire“, in einem Instagram-Video. „Empire“-Co-Star Vivica A. Fox schrieb auf Twitter in Großbuchstaben: „Ich bin deswegen sauer und verletzt. Das muss aufhören! Verbreitet Liebe, nicht Hass.“

In einem Statement gegenüber dem US-Magazin Essence hat sich nun auch Jussie Smollett zu Wort gemeldet. „Mir geht es gut“, erklärte er: „Mein Körper ist stark und meine Seele ist stärker.“ Er arbeite mit den Behörden zusammen. Der 36-Jährige bedankte sich für „die Liebe und Unterstützung“ und betonte: „Diese feigen Angriffe geschehen täglich gegenüber meinen Schwestern, Brüdern und nicht-binären Geschwistern. Ich bin nicht und sollte nicht als isolierter Vorfall betrachtet werden.“

Der TV-Sender Fox wollte Smollett daraufhin Bodyguards zur Seite stellen. Allerdings hat der 35-Jährige das Angebot abgelehnt. Als Reaktion auf den Überfall hat der Sender den Schauspieler und seine Kollegen sofort unter Personenschutz gestellt.