Dauer-Erektion: Schwuler Brite seit fast drei Wochen in Berliner Krankenhaus

Mit dem schmerzhaften Ständer nahm der Musiker noch an der CSD-Parade teil

Danny Polaris
privat

An diesen CSD wird Danny Polaris noch länger zurückdenken: Der Brite, der in Berlin lebt, hat als Folge eines Sexdates seit fast drei Wochen eine schmerzhafte Dauer-Erketion.

„Was kann da schon schiefgehen?“, dachte sich Danny Polaris bei seinem Date

Es passierte am Tag vor der Parade: Polaris, der als Sänger und Sex-Kolumnist arbeitet, ging nach einer Party noch zu einem Date mit einem Krankenpfleger. Auf dem Weg dorthin nahm er Viagra. Schließlich schlug ihm sein Date vor, ein Erektionsmittel in seinen Penis zu spritzen. Wegen des Berufs seines Gegenübers ließ er es geschehen: “Ich habe mir gedacht: Warum nicht, was kann da schon schiefgehen?”, erinnert er sich gegenüber dem britischen Online-Portal PinkNews.

Ein schwerer Fehler, wie sich später herausstellte. Denn am nächsten Tag wachte er mit einer schmerzhaften Erektion auf. Auch als die CSD-Parade durch die Straßen Berlins zog, hatte Danny Polaris noch immer einen Ständer. Um an der Parade überhaupt teilnehmen zu können, wickelte er sich einen mit Eis gefüllten Getränkekühler um seinen Penis.

Seit drei Wochen kämpfen die Ärzte gegen die Erektion – mit mäßigem Erfolg

Doch die Erektion – und mit ihr die Schmerzen – hielten an: Diese waren teilweise so stark, dass Danny Polaris deshalb sogar ohnmächtig wurde. Schließlich ging der Brite verzweifelt zum Arzt. Dieser schickte ihn sofort ins Krankenhaus. Dort versuchte man bisher mit mäßigem Erfolg, die Erektion zu behandeln.

Die Ärzte versuchten unter anderem, eine Vene aus dem Oberschenkel mit dem Penis zu verbinden, um so Blut abzupumpen. Doch das funktionierte nicht wie gewünscht. Am Mittwoch schrieb Polaris auf Instagram, dass er noch immer eine Erektion habe – zwar nicht so stark wie zuvor, aber noch immer deutlich sicht- und spürbar.

Alkohol, HIV-Medikamente, Viagra und eine Injektion in den Penis: Das war wohl zuviel des Guten

Den Ärzten zufolge kann die Dauer-Erektion auf eine Wechselwirkung zwischen den beiden Potenzmitteln, Alkohol und Polaris’ HIV-Medikamenten zurückzuführen sein. Alprostadil, das ihm der Krankenpfleger injiziert hat, wird zwar wirklich gegen Erektionsstörungen eingesetzt, in Kombination mit der blauen Pille war es aber wohl zu viel des Guten.

“Das war eine der schlimmsten Entscheidungen meines Lebens”, sagt er heute – im Krankenhaus. Nun warnt er schwule Männer, sich etwas in den Penis spritzen zu lassen.

Danny Polaris droht ein dauernder Verlust seiner Erektionsfähigkeit

Denn als Spätfolgen drohen Polaris eine Penisverkrümmung oder ein dauerhafter Verlust der Erektionsfähigkeit. Auf jeden Fall muss er sich in den nächsten sechs Monaten noch einigen Operationen und Therapien unterziehen.  Im schlimmsten Fall, wenn der Penis absterben würde, müssten die Ärzte das beste Stück des Briten sogar amputieren.

Um die Zusatzkosten im Krankenhaus zu bezahlen, haben seine Freunde eine Crowdfunding-Seite eingerichtet. Der Erfolg lässt aber noch auf sich warten: Von den erhofften 5.000 Euro wurden bis jetzt knapp über 900 Euro gespendet.