Kommt „Porno-Killer“ Luka Magnotta wegen des Coronavirus aus dem Gefängnis?

Ärzte fordern, so viele Straftäter wie möglich freizulassen

Luka Magnotta
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Als „Porno-Killer“ wurde der Kanadier Luka Magnotta bekannt: Im Jahr 2012 hat der Porno-Kleindarsteller seinen Ex-Freund erstochen, zerstückelt, von der Leiche gekostet und den Torso geschändet. Einige Leichenteile schickte er per Post an öffentliche Institutionen, ein Video von der Tat stellte er ins Internet.

In seinem Gefängnis gibt es zahlreiche Covid-19-Infektionen

Nach einer Flucht über die halbe Welt wurde er schließlich in Berlin gefasst, ihm wurde in Kanada der Prozess gemacht – im Dezember 2014 wurde er schließlich zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch das könnte sich bald ändern, wenn man einem Artikel der Boulevardzeitung Daily Mail glauben darf – und das liegt am Coronavirus.

Denn im kanadischen Hochsicherheits-Gefängnis Port-Cartier in Quebec, in dem Magnotta in Haft sitzt, sollen bereits zehn Häftlinge und 16 Strafvollzugsbeamte an Covid-19 leiden. Bereits Anfang Mai haben kanadische Mediziner davor gewarnt, dass die Corona-Sicherheitsregeln in den Gefängnissen des Landes nicht einzuhalten seien. Sie forderten in einem offenen Brief, so viele Straftäter wie möglich freizulassen. Davon könnte auch Magnotta profitieren.

Die Vollzugsbeamten wehren sich gegen die Forderungen

Doch dagegen wehrt sich die Gewerkschaft der kanadischen Strafvollzugsbeamten: Sie lehnt den Vorschlag der Mediziner ab und betont, dass die Freilassung von Gefangenen den Coronavirus nicht eindämmen würde – dafür würde eine Freilassung der Verbrecher das Risiko für alle Kanadier erhöhen.

Magnotta selbst scheint es in dem Hochsicherheitsgefängnis gut zu gehen. Im Jahr 2015 lernte er über ein Dating-Portal für Gefängnis-Insassen den verurteilten Mörder Anthony Jolin kennen, den er 2017 schließlich heiratete.

Die schockierende Geschichte von Luka Magnotta wurde von Netflix verfilmt

Die Geschichte von Luka Magnotta wurde übrigens letztes Jahr von Netflix verfilmt: Unter dem Titel „Don’t F**k With Cats: Die Jagd nach einem Internet-Killer“ hat der Streaming-Dienst 2019 eine dreiteilige True-Crime-Doku veröffentlicht, die auf dem Leben des Kanadiers basiert.

Eine Gruppe von Hobbydetektiven jagt dabei einen Mann, der im Internet Videos veröffentlicht, wie er grausam Katzen tötet – Luke Magnotta, der das auch im echten Leben getan hat. Die Spuren, welche die Hobbydetektive daraufhin verfolgen, führen schließlich auch zu dem Mord an seinem Ex-Freund, den der Kanadier verübt hatte.