Zwei Jahre nach Verschwinden: Daniel Küblböck soll für tot erklärt werden

Doch sein Vater möchte das Verfahren noch stoppen

Daniel Küblböck
Daniel Küblböck/Facebook

Fast zwei Jahre nach dem Verschwinden von Daniel Küblböck soll der Sänger nun für tot erklärt werden. Eine entsprechende Mitteilung des Passauer Amtsgerichts ist nun veröffentlicht worden. Doch sein Vater Günther wehrt sich gegen das Verfahren.

Bis Ende September hätte Daniel Küblböck Zeit, sich beim Amtsgericht zu melden

In dem Aufgebot des Amtsgerichts, das in der Passauer Neuen Presse veröffentlicht wurde, wird Daniel Küblböck aufgefordert, sich bis Ende September bei der Abteilung für Verschollenheitssachen des Gerichts zu melden, da er sonst für tot erklärt werden kann. Außerdem erging eine „Aufforderung an alle, die Auskunft über den Verschollenen geben können, dem Gericht bis zu dem angegebenen Zeitpunkt Anzeige zu machen“.

Doch sein Vater wehrt sich dagegen, dass der Sänger nun für tot erklärt werden soll. Nach dem deutschen Verschollenengesetz hätte Daniel Küblböck schon sechs Monate nach seinem Verschwinden für tot erklärt werden können. Sein Vater hat diesen Schritt aber immer wieder hinausgeschoben.

Küblböcks Vater Günther möchte der Verfahren stoppen

Nun habe „eine völlig fremde Person“ die Toterklärung beantragt, so Günther Küblböck gegenüber der Bild-Zeitung: „Ich bin schlichtweg entsetzt darüber, dass das passieren konnte. Das hat mit der Familie gar nichts zu tun.“ Das Verfahren müsse gestoppt werden, fordert der 55-Jährige. Doch das Amtsgericht Passau erklärt nüchtern, dass das „ergangene Aufgebot den Vorgaben des Verschollenheitsgesetzes folgt“.

Der damals 33-jährige Küblböck ist bisherigen Informationen zufolge am 9. September 2018 vor der Küste der kanadischen Provinz Neufundland von Bord der „Aida Luna“ gesprungen. Das Schiff war auf dem Weg nach New York. Trotz einer sofort begonnenen Suche nach dem Sänger fehlt von ihm bis heute jede Spur.

Zahlreiche Spekulationen nach dem Verschwinden von Daniel Küblböck

Nach dem Verschwinden gab es auch immer wieder Spekulationen über den mentalen Zustand Küblböcks. So soll er depressive Verstimmungen gehabt haben. Sein Vater berichtete von Wesensveränderungen. Auf seinen letzten Instagram-Fotos ist er in Frauenkleidern zu sehen, mit den Hashtags „#transformation“ und „#transsexuele“. Den Profilnamen änderte Kublböck auf „rosa_luxem“. Sonst gibt es aber keine Hinweise auf eine mögliche Transsexualität.

Ebenfalls seit seinem Verschwinden gibt es auch – meist von der Klatschpresse befeuerte – Gerüchte, dass Küblböck noch leben könnte, etwa als Frau als Kanada. In den letzten Tagen gab es das Gerücht, dass einige Instagram-Bilder des Sängers gelöscht worden seien – von dem untergetauchten Küblböck selbst. Der Sender RTL berichtet allerdings, dass es „hinsichtlich der Fotos keine Veränderungen auf dem Profil“ gegeben habe.


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