US-Rugby-Profi Devin Ibañez outet sich

Eine klare Botschaft und ein Bekenntnis zu seiner Liebe, um das neue Jahr zu beginnen

Devin Ibañez und Fergus Wade
Devin Ibañez/Instagram

Der US-amerikanische Rugby-Profi Devin Ibañez hat sich auf Facebook und Instagram als schwul geoutet – und gleich der Öffentlichkeit seinen Freund präsentiert. Er habe sich „entschieden, das anzunehmen, für was ich mich früher geschämt habe und stolz und ohne Scham ich selbst zu sein“, schreibt der 26-Jährige. Mit dieser Nachricht wollte er das alte Jahr beenden und das neue beginnen.

Nun will er in England spielen, um seinem Freund näher zu sein

Sich selbst beschreibt Ibañez als „Rugbyverrückter“: In der Vergangenheit spielte er unter anderem für die Universität Massachusetts. Dort lernte er auch 2017 seinen Freund Fergus Wade kennen, einen Medizinstudenten aus England, der für Studien über Schlafentzug bei Fruchtfliegen nach Harvard gereist war. Deshalb hofft Ibañez, der 2019 für die New England Free Jacks gespielt hatte, künftig in England spielen zu können, um seinem Partner näher zu sein.

Für sein Coming Out hatte Devin Ibañez extra den Instagram-Account „thatgayrugger” – also etwa “dieser schwule Rugby-Typ“ – angelegt. Über die Reaktionen auf diesen Schritt sagte er dem Online-Portal Outsports, jeder sei „überwältigend unterstützend und wunderbar“ gewesen. „Ich habe sogar einige Nachrichten von Spielern erhalten, die in denselben Teams gespielt haben wie ich und die mir ein bisschen von ihren eigenen Geschichten erzählt haben.“

Mit seinem Coming Out möchte Ibañez auch zum Vorbild werden

Genau das wollte Ibañez bezwecken: „Sich einfach mit jeden verbinden, die ähnliche Erfahrungen haben und hoffentlich jene inspirieren, die das Gleiche durchmachen.“ Er hofft, ein Vorbild für andere LGBTI-Rugbyspieler zu werden, die derzeit noch damit kämpfen, ihren Sport und ihre sexuelle Orientierung unter einen Hut zu bringen. 

Ibañez betonte, dass er großes Glück hatte „eine Familie zu haben, die mich erstaunlich unterstützt hat“: „So hatte ich es in vielerlei Hinsicht sehr einfach, aber es war noch immer ein langer und schwieriger Prozess. Aber ich kann sagen, dass ich definitiv zu den Glücklichen gehören. Wenn also ich es nicht geschafft hätte, diesen Schritt mit all dieser Unterstützung zu machen, kann ich mir nicht vorstellen, wie schwierig es für diejenigen ist, die diese Unterstützung nicht haben.“