Musiker und Produzent Ari Gold ist tot

Er starb nur wenige Tage nach seinem 47. Geburtstag

Ari Gold
David Shankbone - CC BY-SA 3.0

Der queere Musiker Ari Gold ist tot. Medienberichten zufolge ist er am Valentinstag im Alter von 47 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung verstorben – nur wenige Tage, nachdem er am 11. Februar noch seinen Geburtstag gefeiert hat.

Sieben Alben lang brachte er die Szene zum Tanzen

Gold hat seine Karriere in den frühen 2000er Jahren als offen schwuler Künstler begonnen. Insgesamt hat er während seiner Karriere sieben Alben veröffentlicht, unter anderem auch unter den Künstlernamen Sir Ari oder GoldNation.

Zu seinen bekanntesten Stücken zählt die Dancefloor-Hymne „Where the Music Takes You“ mit Sasha Allen. Das Video zu seinem 2004 erschienenen Lied war dem Online-Magazin Boy Culture zufolge das erste eines offen queeren Künstlers, das auf dem LGBTI-Sende Logo Premiere hatte.

Während seiner Krebserkrankung machte er einen Podcast

Gold kämpfte lange gegen den Krebs, Ende 2019 war er offiziell krebsfrei. An jenem Tag, an dem er die Diagnose erhielt, machte er für seinen Podcast „A Kiki From the Cancer Ward“ ein Interview mit seinem engen Freund RuPaul. In dem Podcast hat mit Freunden gesprochen, die ihn im Krankenhaus besucht hatten – das Interview mit RuPaul war das erste außerhalb des Hospitals.

Gold und RuPaul verband eine lange enge Freundschaft. „Ru kam für mich dem, was ein Mentor ist, am nächsten“, sagte Gold in seinem Podcast: „Ich könnte nicht sagen, wie viele Stunden wir am Telefon verbrachten, in denen ich meine Probleme ausgekotzt hatte und Ru hat mir eine weiter entwickelte und spirituelle Perspektive gegeben.“

Die beiden haben sich 2002 kennengelernt und sich in ihrer Freundschaft gegenseitig inspiriert. Gold hat RuPaul gezeigt, wie man ein Album unabhängig von Plattenfirmen veröffentlicht, und RuPaul hat Gold im Jahr 2007 eine Rolle in seinem Film „Starrbooty“ gegeben. „Bis wir uns wieder treffen“, schrieb RuPaul nach Golds Tod auf Twitter, „Ich werde dich immer lieben, Ru“.