Montag, 26. Februar 2024
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CSD München: Elf LGBTI-feindliche Vorfälle gemeldet

Am letzten Wochenende haben mehr als 500.000 Menschen in München den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. Dieser verlief eigentlich ohne Störungen - und trotzdem gibt es Hinweise auf queerfeindliche Vorfälle.

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Insgesamt elf Hinweise auf queerfeindliche Vorfälle hat Strong, die Fachstelle gegen Diskriminierung und Gewalt im LGBTIQ-Zentrum Sud, bekommen. „Meist geht es um Beleidigungen und Demütigungen, Lächerlichmachen“, erklärt Bettina Glöggler, eine der Leiterinnen der Fachstelle.

Allerdings wurde auch Körperverletzung und Sachbeschädigung gemeldet, ein Fall wurde bei der Polizei angezeigt. Bei einem anderen Vorfall hätten sich Drags bedroht gefühlt und hätten die Polizei um Hilfe gebeten, diese wollte aber nicht eingreifen, berichtet die Fachstelle.

Die Täter sind meistens Jugendliche oder junge Männer

„Wir gehen davon aus, dass bei Weitem nicht alle Vorfälle gemeldet wurden“, gibt Ben Dutschmann vom Leitungsteam der Fachstelle zu bedenken. Viele seien solche Übergriffe gewohnt oder schämten sich, als Opfer dazustehen. Bei den Tätern habe es sich meistens um Jugendliche oder junge Männer gehandelt. Auch in Sozialen Medien habe es Hass und Hetze gegen den CSD München gegeben, so Strang. 

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Am Münchner CSD haben sich letzten Samstag etwa 520.000 Menschen beteiligt – ein neuer Rekord. Die Parade forderte – wie dieses Jahr viele Prides in Bayern – einen queeren Aktionsplan, wie es ihn in allen anderen deutschen Bundesländern schon gibt.