Freitag, 1. März 2024
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Attacke vor Gay-Club in London: 19-Jähriger verhaftet

Mitte August erschütterte ein Anschlag auf zwei Männer vor einem Londoner Gay-Club die Community der britischen Hauptstadt. Nun konnte ein Tatverdächtiger gefasst werden.

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Es war am 13. August gegen 22.15 Uhr, als zwei Männer, einer in seinen Zwanzigern, der zweite in seinen Dreißigern, mit einem Messer außerhalb des Nachtclubs „Two Brewers“ auf der Clapham High Street angegriffen wurden. Der Täter konnte unerkannt flüchten, die beiden Männer mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Kurz darauf konnten sie entlassen werden.

Ein 19-Jähriger ist als Tatverdächtiger in Polizeigewahrsam

Am Donnerstag konnte in South Norwood, einem Vorort im Südosten von London, ein 19 Jahre alter Tatverdächtiger wegen Verdachts der zweifachen schweren Körperverletzung festgenommen werden. Er befindet sich in Polizeigewahrsam. Detective Superintendent Vanessa Britton von der Metropolitan Police nannte die Verhaftung gegenüber der BBC eine „entscheidende Entwicklung“ in dem Fall.

Über das Motiv des 19-Jährigen gibt es derzeit noch keine neuen Informationen. Die Polizei geht in ihren Ermittlungen allerdings von einer schwulenfeindlichen Tat aus und bewertet sie als Hassverbrechen.

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Solidarität mit der LGBTI-Community

Britton erklärte, die beiden Opfer seien über die Verhaftung informiert worden. Sie betont: „Ich kenne die Sorgen und Ängst, die dieser schreckliche Vorfall in der LGBT+-Community ausgelöst hat, und ich möchte ihnen – und allen Londonern – versichern, dass ein Team von Beamten unermüdlich an den Ermittlungen arbeitet.“

Der Vorfall hat eine große Welle der Solidarität mit der LGBTI-Community ausgelöst. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan nannte den Angriff „abscheulich“: „Um es klar zu sagen: Ich werde meine Solidarität niemals aufgeben. Ich werde nie aufhören, für die Sicherheit, die Rechte und die Würde der LGBTQ+-Community zu kämpfen. Ich setze mich dafür ein, Hassverbrechen in unserer Stadt zu bekämpfen“, sagte er.

Zuletzt weniger Hassverbrechen gegen LGBTI in London

Die Zahl der LGBTI-feindlichen Hassverbrechen ist in London zuletzt leicht gefallen, in ganz England und Wales aber gestiegen. So registrierte die Metropolitan Police bis zu diesem Juli 3.792 Taten, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 4.131 Hassverbrechen.

In England und Wales registriert das Innenministerium allerdings für die zwölf Monate bis März 2022 insgesamt 26.152 Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung, um 41 Prozent mehr als in den zwölf Monaten zuvor. Das ist der höchste Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen im März 2012.

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