Donnerstag, 18. April 2024
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Deutscher Schauspielpreis für „Eismayer“-Darsteller Gerhard Liebmann

Hohe deutsche Auszeichnung für einen österreichischen Schauspieler: Für seine Darstellung des Bundesheer-Vizeleutnants Charles Eismayer wurde der gebürtige Grazer Gerhard Liebmann mit dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet.

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Der Deutsche Schauspielpreis geht dieses Jahr an Liv Lisa Fries und Gerhard Liebmann. Der gebürtige Grazer bekommt den Preis für seine Titelrolle in dem Film „Eismayer“, Fries für die Hauptrolle als Charlotte Ritter in der vierten Staffel von „Babylon Berlin“.

Der dritte Schauspiel-Preis für Gerhard Liebmann

In „Eismayer“ spielt Liebmann einen Vizeleutnant, der als härtester Ausbildner beim österreichischen Militär gilt und sich in einen jungen Soldaten verliebt. Für die Rolle wurde er bereits auf der Diagonale, dem wichtigsten österreichischen Filmfestival, mit dem Schauspielpreis ausgezeichnet.

Im Juni gewann Liebmann für seine Darstellung des Charles Eismayer außerdem den Österreichischen Filmpreis für die beste männliche Hauptrolle. Sein Filmpartner Luka Dimić für damals für die männliche Nebenrolle ausgezeichnet, zwei weitere Filmpreise gab es für das beste Drehbuch und die beste Musik.

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Auszeichnungen von Venedig bis Saarbrücken

Der Film beruht auf einer wahren Geschichte: Charles Eismayer, der einst berüchtigtste Schleifer des Bundesheeres gab seinem ehemaligen Rekruten Mario Falak im Jahr 2014 in Galauniform auf dem Kasernenhof das Ja-Wort.

Für „Eismayer“ geht der Preisreigen damit weiter. Der Film wurde bereits bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig als bester Spielfilm der Settimana Internazionale della Critica ausgezeichnet. Beim Max Ophüls Preis in Saarbrücken gewann „Eismayer“ den Publikumspreis und den Preis der Filmkritik für den besten Spielfilm.

Weitere Ehrungen beim Deutschen Schauspielpreis

Außerdem wurden beim Deutschen Schauspielpreis unter anderem Jella Haase und Dimitrij Schaad in der Kategorie „Duo“ geehrt, Marie-Lou Sellem gewinnt für ihre Nebenrolle im Film „Knochen und Namen“ eine Auszeichnung. Franziska Wulf erhält den Preis in der Kategorie „starker Auftritt“ im Coming-of-Age-Film „Sonne und Beton“, der vom Aufwachsen in der Berliner Gropiusstadt handelt.

Bereits im Voraus bekannt war, dass Thekla Carola Wied den Ehrenpreis für ihr Lebenswert bekommen wird. Der Name der 79-Jährigen, die unter anderem mit der Serie „Ich heirate eine Familie“ bekannt wurde, sei mit dem deutschen Fernsehen verwoben wie nur wenig andere, hieß es in der Begründung der Jury.

Ein Preis von Schauspieler:innen für Schauspieler:innen

Ehrenpreise erhalten auch die Schauspielerin Gesine Cukrowski und die Moderatorin Silke Burmester. Sie setzen sich mit ihrer Kampagne „Let’s Change The Picture“ für ein zeitgemäßes Altersbild von Frauen in Film und Fernsehen ein.

Der Schauspielpreis wird vom Bundesverband Schauspiel vergeben. Ihm gehören eigenen Angaben zufolge rund 4.000 Schauspieler:innen an. Die Auszeichnung wurde während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Sie soll Menschen ehren, die sich um die Entwicklung der Schauspielkunst verdient gemacht haben.

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