Dienstag, 23. Juli 2024
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Aidshilfe Kärnten will zur Anlaufstelle für alle sexuell übertragbaren Krankheiten werden

Kurz vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember positioniert sich die Aidshilfe Kärnten neu - als Anlaufstelle für Menschen mit allen sexuell übertragbaren Krankheiten.

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Große Änderung bei der Aidshilfe Kärnten: Ab sofort tritt der Verein als „Checkpoint sexuelle Gesundheit/Aidshilfe Kärnten“ auf. Damit möchte man sich auch jenen Menschen widmen, die eine andere sexuelle Infektion als HIV haben – denn auch diese nehmen stark zu.

Tests auf sämtliche sexuell übertragbaren Krankheiten

Der Checkpoint wird deshalb auch sein Angebot ausweiten – neben HIV-Tests und -Beratungen wird es „auf sämtliche sexuellen Erkrankungen, die in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich gestiegen sind, erweitert“, wie Gesundheitsreferentin Beate Prettner von der SPÖ erklärt.

Dazu gehören unter anderem Syphilis, Chlamydien, Hepatitis B oder Gonorrhö, auch als Tripper bekannt. Diese haben sich in den letzten Jahren auch in Österreich stark verbreitet Zusätzlich zu den Tests sollen ab dem nächsten Jahr gemeinsam mit einem speziellen fachärztlichen Dienst auch die notwendigen Therapien angeboten werden.

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Die richtige Adresse für alle, die eine sexuelle Erkrankung vermuten

Für Günther Nagele, Leiter des neuen „Checkpoint sexuelle Gesundheit“ ist die Namensänderung sinnvoll. „Wir können mit unserer Unterstützung und Hilfe nur so erfolgreich sein, wie sich Menschen an uns wenden“, sagt er dem ORF Kärnten .

Mit dem neuen Auftritt möchte man der Bevölkerung klarmachen, dass der Checkpoint die richtige Adresse für alle sei, „die eine sexuelle Erkrankung vermuten, befürchten oder denen eine solche tatsächlich schon diagnostiziert wurde“, so Nagele.

Gerade bei HIV rettet eine frühe Diagnose Leben

Denn bei allen sexuell übertragbaren Infektionen ist es wichtig, sie so früh wie möglich zu diagnostizieren. Denn bei richtiger Diagnose und Therapie sind sie gut behandelbar. Das gilt auch für HIV und AIDS – und dennoch sterben jedes Jahr in Kärnten jedes Jahr etwa 20 Menschen, weil die Krankheit zu spät erkannt wird.

Der Checkpoint wird vom Land Kärnten mit 200.000 Euro finanziert, 100.000 Euro kommen vom Bund. Prettner zufolge arbeite man an einer längerfristigen Vereinbarung. Damit hätte der Verein Rechtssicherheit, und das Land eine klare Leistungsdefinition.