Freitag, 19. April 2024
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Zahl der queerfeindlichen Hassverbrechen hat sich in Brandenburg fast verdoppelt

In Brandenburg hat sich die Zahl der gemeldeten LGBTI-feindlichen Vorfälle im letzten Jahr fast verdoppelt. Über die Gründe dafür gibt es keine gesicherten Informationen.

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In Brandenburg wurden im Jahr 2022 vorläufig 52 Übergriffe auf Schwule, Lesben, Bisexuelle sowie trans und inter Menschen gemeldet – fast als doppelt so viele wie im Jahr zuvor: 2021 wurden nur 29 derartiger Vorfälle gemeldet. Das hat das Innenministerium in Potsdam auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Andrea Johlige bekanntgegeben.

Die Dunkelziffer könnte dreimal höher sein

Durch Nachmeldungen könnte sich die Zahl für das Vorjahr noch erhöhen. Wie hoch die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Übergriffe ist, lässt sich dem Ministerium zufolge nicht genau sagen. Frühere Zahlen gehen allerdings davon aus, dass nur etwa jeder dritte Vorfall angezeigt wird.

Die Gründe für den deutlichen Anstieg der gemeldeten Straftaten sind nicht ganz klar. Das Innenministerium vermutet, das könnte auch mit einem geänderten Anzeigeverhalten der Betroffenen zusammenhängen.

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Brandenburgs Polizisten sind in Diversitätsfragen geschult

Das Ministerium betont, dass die Polizei bemüht sei, Fehler bei der Erfassung querfeindlicher Hasskriminalität zu vermeiden. So bilde der Umgang mit Diversität sowie mit jeglichen Opfern von Gewaltdelikten einen Schwerpunkt bei der Ausbildung zum mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst.

Die Daten stammen aus dem „Kriminalpolitischen Meldedienst in Fällen politisch motivierter Kriminalität“. Unter dem Oberthema Hasskriminalität wurden dort verschiedene Delikte dokumentiert, darunter Beleidigung, Sachbeschädigung, Volks­verhetzung, Körperverletzungen, Diebstahl und Verleumdung.

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