Sonntag, 26. Mai 2024
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Priscilla kommt zurück: Regisseur bestätigt Fortsetzung mit gleichen Hauptdarstellern

Vor dreißig Jahren hat „Priscilla - Königin der Wüste“ Kinogeschichte geschrieben. Nun hat Regisseur Stephan Elliott eine Fortsetzung angekündigt - mit der Originalbesetzung.

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Drei Drag Queens, in einem silbernen Reisebus – der namensgebenden Priscilla – auf der Reise von Sydney nach Alice Springs, quer durch das australische Outback: „Priscilla – Königin der Wüste“ war 1994 einer der erfolgreichsten Filme, gewann den Oscar für die besten Kostüme.

Was wurde aus Ticks Sohn?

Doch die Geschichte war noch nicht fertig erzählt: Denn am Ende holt Tick, gespielt von Hugo Weaving, seinen damals sieben Jahre alten Sohn ab. „Jetzt ist das Kind erwachsen und hat seine eigene Familie“, sagt Stephan Elliott, Regisseur des Films, dem Guardian. Insgesamt habe er fünf Jahre an dem Drehbuch geschrieben, aber es erst nach dem Tod seiner Eltern vollendet.

„Die Leute haben 30 Jahre lang danach verlangt, dass ich das mache. Und plötzlich wurde mir klar, dass wir alle alt werden. Wir verlieren Menschen“, so Elliott. „Und jetzt, wo Trump antritt, wird das alles wieder ausbrechen. Jemand hat mich gefragt: ‚Ist das der richtige Zeitpunkt, um diesen Film zu machen?‘ Ich habe gesagt: ‚Es ist der perfekte Zeitpunkt, um diesen Film zu machen.‘“

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Die gleichen Hauptdarsteller, die gleiche Botschaft

Nun wird es eine Fortsetzung geben – und zwar mit der Originalbesetzung. Terence Stamp, mittlerweile 85 Jahre alt, wird wieder als trans Frau Bernadette Bassenger zurückkehren, Guy Pierce als Adam alias Felicia Jollygoodfellow und Hugo Weaving als Tick alias Mitzi Del Bra. Er selbst werde als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent dabei sei. Derzeit gebe es Verhandlungen mit Produktionsfirmen und Geldgebern. 

Und auch die Botschaft des Originalfilms soll nicht zu kurz kommen. „Die Leute denken bei dem Originalfilm an eine Menge Kostüme und Musik und großen Spaß, aber er ist auch ein Dorn im Auge. Ich werde nicht nur Titten und Federn machen.“, so Ellott: „Aber ich will mich nicht wiederholen, also habe ich lange gebraucht, um mir etwas einfallen zu lassen, um auf etwas zu kommen, das über Toleranz gesagt werden muss.“

„Als der Bus aufgetaucht ist, dachte ich, dass das ein himmlisches Zeichen ist“

Ein Teil der Geschichte wird in Australien spielen, doch es wird auch über den Kontinent hinaus gehen. „Das ist keine düstere Geschichte, sie ist ziemlich extravagant. Ich werde RuPaul einen Denkzettel verpassen, das kann ich Ihnen sagen“, freut sich der Regisseur schon.

Und auch der Original-Bus wird in dem Film vorkommen, bestätigt der Regisseur. Dieser war erst vor kurzem, Jahre nach seinem Verschwinden und von der Witterung, Buschbränden und Überschwemmungen beschädigt, wiedergefunden worden, nun wird er restauriert. „Als der Bus aufgetaucht ist, hatte ich das Gefühl, dass dies eine Art himmlisches Zeichen ist“, sagt er.