Bern: Schwulen-Zensur an den Schulen

Weil Gewalt und Pornografie auf Schulcomputern gesperrt werden sollten, ist jetzt auch die Aids-Hilfe nicht mehr zu erreichen.

Die Erziehungsdirektion des Kantons Bern soll die Swisscom beauftragt haben, Schlagworte wie „Gewalt und Pornografie“ oder „Gay, lesbian and bisexual content“ zu sperren. Damit haben die Schüler im Kanton auch keinen Zugriff mehr auf die Aids-Hilfe oder die Schweizer Schwulen-Dachorganisation Pink Cross.

Erreichbar sei dagegen noch ein Zürcher SM-Club, berichtet das „Bieler Tagblatt“. Die Union der Schweizer und Liechtensteiner Schülerorganisationen, USO, protestiert: „Angesichts der überhöhten Suizidrate lesbischwuler Jugendlicher ist es wichtig, dass Informations- und Beratungsangebote zu Homosexualität auch ab Schulcomputern aufgerufen werden können.“ Jetzt will der Kanton Bern über die Freigabe einzelner Seiten reden.