Max Mosley: „Es gab Schwule in der Formel I“

FIA-Boss Max Mosley geht nach den Veröffentlichungen über seine Sex-Orgien in einer britischen Boulevardzeitung in die Offensive. Er vergleicht die Berichte über sein Privatleben mit der Verfolgung von Homosexuellen.

In der italienischen Zeitung „Gazetta“ verteidigt der 68-jährige Formel-I-Boss eine liberale Einstellung beim Sex: „Es gab eine Zeit, in der Homosexuelle und Transvestiten an den Pranger gestellt wurden und Homosexualität in England ein Verbrechen war. Es gab sogar Schwule in der Formel I. Aber jeder tut in seinem Privatleben, was er will – weil es niemandem wehtut. Diejenigen, die das kritisieren, glauben, Sex besteht nur aus der Missionarsstellung“. Ein konkretes Outing hat es in dem Interview nicht gegeben.

Der ganze Vorfall war „sehr beschämend für meine Familie. Abgesehen von der Nazi-Sache war alles wahr“, so Mosley. Dass er oder der Motorsport langfristig Schaden wegen der Affäre nehmen werden, glaubt er nicht.