[Video] Zehn Lesben und Schwule bei Olympischen Spielen

„Out, proud and ready to go for gold“ – also auf Deutsch etwa „offen schwul, stolz darauf und bereit, Gold zu holen“ – so titelt die australische Zeitung „Sydney Morning Herald“ über den australischen Kunstspringer Matthew Mitcham. Er ist der erste offen homosexuelle Athlet, der Australien bei Olympischen Spielen vertritt.

Dabei war sein öffentliches Outing unspektakulär: Der 20-jährige Medaillienfavorit hatte der Journalistin des Sydney Morning Herold einfach erzählt, mit wem er zusammen lebt. Denn offen schwul lebt Mitcham schon seit Jahren.

Und Mitcham ist nicht der einzige homo- oder bisexuelle Athlet, der in Peking um Medaillien kämpft. Das amerikanische Magazin Outsports.com kommt auf zehn offen homosexuelle und einen bisexuellen Teilnehmer.

Außer Mitcham sind das noch die bisexuelle Softball-Spielerin Vicky Galindo aus den USA und neun Lesben: Judith Arndt (Deutschland, Radsport), Imke Duplitzer (Deutschland, Fechtsport), Gro Hammerseng und Katja Nyberg (Norwegen, Handball – die beiden sind auch privat ein Paar), Natasha Kai (USA, Fußball), Lauren Lappin (USA, Softball); Victoria Svensson (Schweden, Fußball); Rennae Stubbs (Australien, Tennis) und Linda Bresonik (Deutschland, Fußball).

Jim Buzinski von Outsports.com glaubt, dass noch viele weitere schwule und lesbische Sportler unter den Olympia-Teilnehmern gibt. Sie hätten aber Angst vor einem Karriereknick nach dem Coming Out.

Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gab es ebenfalls elf offen homosexuelle Teilnehmer, sieben waren es bei den Spielen in Sydney im Jahr 2000.

Video: Beitrag über Matthew Mitcham in den australischen ABC News

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