Donnerstag, 30. Mai 2024
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Brutale Attacke: Berliner Cruiser gezielt verprügelt

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Erneut wurden in Berlin Schwule Opfer einer Gewaltattacke. Drei Räuber haben in der Nacht zum Montag in der beliebten Berliner Cruising-Gegend im Tiergarten binnen kurzer Zeit offenbar mehrere Männer brutal überfallen.

Zunächst griffen die Täter gegen 23.45 Uhr einen Obdachlosen an. Der 50-Jährige hatte sich dort schlafen gelegt, als ihn zwei der Räuber schlugen und traten. Der Dritte durchsuchte seine Sachen und nahm ihm eine Uhr, seinen Pass und eine Taschenlampe ab. Der Obdachlose wurde dabei leicht verletzt.

Nur 25 Minuten später wurde im Park ein 46-jähriger Mann von vermutlich demselben Trio überfallen. Einer der Täter leuchtete ihm mit einer Taschenlampe direkt ins Gesicht, um ihn zu blenden. Ein anderer schlug zu. Dann raubten sie ihm einen kleinen Bargeldbetrag und rannten davon. Dieser Mann rief die Polizei.

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Als die Beamten die Gegend absuchten, fanden sie ein drittes Opfer: Ein 48-jähriger Mann lag schwer verletzt im Gebüsch. Dieser wurde in ein Krankenhaus gebracht und musste dort auf die Intensivstation verlegt werden. Aufgrund der Schwere seiner Kopfverletzungen konnte der Mann bislang noch nicht befragt werden.

Das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin, Maneo, geht davon aus, dass sich die Überfälle gezielt gegen Homosexuelle richteten. Laut Maneo ereigneten sich die Taten im Cruising-Gebiet im Tiergarten, wo häufig schwule Männer auf der Suche nach Sex-Partnern sind. Die Polizei konnte das noch nicht bestätigen. Sie vermutet, dass die Täter aus Südosteuropa stammen.