St. Petersburg verhindert schwules Filmfestival

Die Behörden in St. Petersburg haben wegen „Sicherheitsbedenken“ das schwul-lesbische Filmfestival „Bok o bok“ („Seite an Seite“) in letzter Sekunde verhindert. Das berichtet die schwule Info-Plattform „Queer.de“.

Die Veranstaltung sollte letzte Woche zeitgleich mit dem „Petersburger Dialog“, einem deutsch-russischen Forum, stattfinden. An dem Forum nahmen auch der russische Präsident Dmitrij Medwedjew und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel teil.

Feuerwehr und Polizei ließen am Tag der Eröffnung kurzfristig die beiden Clubs schließen, in denen die Filme gezeigt werden sollten. Die Veranstalter vermuten hinter der Aktion politische Gründe. „Die russischen Behörden setzen ihre homophobe Politik und verhindern unrechtmäßig selbst solche Veranstaltungen, die hinter verschlossenen Türen in privaten Räumlichkeiten stattfinden“, ärgert sich der schwule Aktivist Nikolai Alekseew, der bereits als Veranstalter der Moskauer Parade negative Erfahrungen mit dem Staatsapparat gesammelt hat.

Die Organisatoren hoffen nun, dass das Filmfestival zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden kann.