Mehr Lesben und Schwule in US-Serien

Die Zahl der lesbischen und schwulen Figuren in amerikanischen Serien steigt das erste Mal seit zwei Jahren wieder an. Wie die Gay & Lesbian League Against Defamation (GLAAD) bekanntgegeben hat, sind 16 Hauptfiguren einer Serie schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender.

GLAAD erhebt diese Zahl seit dreizehn Jahren. 616 Figuren aus aktuellen amerikanischen Serien wurden untersucht, davon waren 2,6% lesbischwul. Im letzten Jahr waren es nur 1,1 Prozent, vor zwei Jahren 1,3 Prozent.

Besonders gelobt hat GLAAD den konservativen Sender FOX des australischen Medienmoguls Richard Murdoch: Sie haben heuer fünf lesbischwule Hauptfiguren, darunter die bisexuelle „Thirteen“, gespielt von Olivia Wilde, bei „Dr. House. Im letzten Jahr hatte der Sender ausschließlich heterosexuelle Hauptfiguren.

CBS hat lediglich eine homosexuelle Hauptfigur, „Brad“ aus der bei uns unbekannten Comedy „Rules Of Engagement“. Drei schwule oder lesbische Hauptfiguren hat NBC, Spitzenreiter ist aber ABC mit sieben Charakteren, unter anderem der von Sara Ramirez gespielten Callie Torres bei „Grey’s Anatomy“. Besonders auffallend: Es gibt in den großen Serien keine Lesben, aber immer mehr bisexuelle Frauen.

Bei den kleineren Kabelfernseh-Kanälen sinkt aber die Zahl der schwulen, lesbischen, bisexuellen und transgender Figuren von 40 auf 32. Die speziell auf ein lesbischwules Zielpublikum ausgerichteten Sender Logo und here! wurden hierbei aber nicht untersucht.