Christen-Fundis kämpfen gegen Zürcher EuroPride

In der Schweiz will die christlich-konservative „Familienlobby Schweiz“ den EuroPride 2009 verhindern, der von 2. Mai bis 7. Juni in Zürich stattfindet.

In einer diffamierenden Kampagne warnen die Konservativen, Zürich werde durch den lesbischwulen Aktionsmonat „zu einer Stadt, die wegen Geld und sogenannter Weltoffenheit die Massen ins Unglück lockt“. Der EuroPride arbeite an der „Zerstörung der traditionellen Familie“ und „verführt junge Menschen, die ihre sexuelle Identität suchen, zu falschen Annahmen und untergräbt ihre Möglichkeit, sich im Rahmen einer Familie zu verwirklichen“, heißt es auf der „Familienlobby“-Homepage.

Außerdem haben die Konservativen eine Unterschriftenaktion gegen den EuroPride gestartet und bereits 5.000 Menschen zur Unterschrift bewegt. Die Mehrheit der Zürcher haben sie aber trotzdem nicht hinter sich: Stadtrat, Wirtschaft und Bevölkerung stehen hinter der lesbischwulen Großveranstaltung.

Mit ihrem Rundumschlag gegen den EuroPride hat es sich die „Familienlobby“ auch mit Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) verscherzt. Denn sie haben das BAG-Logo „Love Life – Stop Aids“ für ihre Zwecke so verändert, dass daraus „Love Life – Stop Pride“ wurde. Das führte beim BAG zu Kopfschütteln: „Die Anerkennung unterschiedlicher sexueller Orientierungen und Lebensformen ist eine wichtige Voraussetzung für die HIV-Prävention“, heißt es in einer Stellungnahme.