„Hetero-Pornos machen schwul“

Und wieder sorgen konservative Amerikaner beim Rest der zivilisierten Welt mit ihren Moralvorstellungen für Kopfschütteln. Diesmal ist es Michael Schwartz, Büroleiter des republikanischen Senators Tom Coburn. Er behauptet, Pornografie macht Burschen schwul. Auch, wenn es Hetero-Schmuddelflime sind.

Bei einer Veranstaltung mit dem vielversprechenden Titel „Die neue Maskulinität“ erzählte Schwartz von einem Freund, der schwul gewesen sein soll und ihn über das Wesen der Erwachsenenfilme aufgeklärt hat: „Er hat gesagt, ‚jede Pornografie ist homosexuelle Pornografie, weil jede Pornografie dein sexuelles Begehren nach innen kehrt. Denk darüber nach. Und wenn du das einem 11-jährigen Burschen erzählst, glaubst du, er wird losgehen und sich eine Ausgabe des Playboy besorgen? Ich bin mir ziemlich sicher, er wird das Interesse verlieren – das ist das Letzte, das er möchte.‘ Und ich glaube, das ist eine gute Meinung. Es ist ein guter Standpunkt und es ist gut, das jungen Leuten zu lehren“.

„Das sexuelle Begehren nach innen kehren“ dürfte für Schwartz eine Umschreibung für Onanieren sein. Seiner Meinung nach macht Masturbieren also schwul – egal, woran man dabei denkt oder was man sieht. Einen wissenschaftlichen Beleg für diese Theorie konnte Schwartz übrigens nicht vorlegen.