Freitag, 23. Februar 2024
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Homo-Partei tritt auf den Philippinen zur Wahl an

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Wenn die Philippinen am 10. Mai wählen, tritt erstmals eine lesbischwule Partei an: Die Gruppe „Ang Ladlad“ (Raus aus dem Schrank) hat ihre Kandidatur vor Gericht erkämpft.

Zunächst hatte die Wahlbehörde COMELEC das Antreten von Ang Ladlad verboten, weil die Partei nicht den religiösen und moralischen Standards des Landes genügen würde. Doch dagegen klagte die Gruppe – erfolgreich: Der Oberste Gerichtshof der Philippinen hat Ang Ladlad als wahlwerbende Partei anerkannt.

Die Entscheidung beruht auf dem Gleichbehandlungsgesetz und dem Recht auf freie Meinungsäußerung – das sei nämlich immer auch die Freiheit jener, deren Meinungen und Werte man selbst nicht teilt, so die zentrale Aussage des Urteils. Bloß weil man die Ansichten einer Gruppe nicht für unmoralisch halte, dürfe man ihnen ein Antreten bei den Wahlen nicht verbieten. „Wir erinnern daran, dass die Philippinen es nicht als nötig ansehen, homosexuelle Handlungen zu verbieten“, heißt es in der Urteilsbegründung.

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Besonders erfreulich: Die 15 Richter des Senats haben das Urteil einstimmig gefällt.