Eminem unterstützt Homo-Ehe

Einen unerwarteten Fürsprecher hat die Homo-Ehe in den USA bekommen. Rapper Eminem hätte kein Problem damit, wenn Lesben und Schwule in seinem Heimat-Bundesstaat Michigan heiraten würden.

„Wenn zwei Menschen sich lieben, warum nicht? Ich denke, jeder sollte das Recht haben, genau so unglücklich zu sein wie alle anderen, wenn man das will“, antwortete der 37-jährige Rapper, als ihn die „New York Times“ zu seiner Meinung über die Homo-Ehe fragte. Das sei sein „neues tolerantes Ich“, so Eminem.

Bis jetzt war das Verhältnis zwischen Eminem und der lesbischwulen Community eher gespannt. Anfang der 1990er Jahre haben Aktivisten immer wieder gegen die Texte wie „Hate fags? The answer´s yes“ protestiert. Auch in seinem neuesten Album „Relapse“ verwendet er das Wort „gay“ nur negativ. Er selbst hat immer bestritten, mit Lesben und Schwulen ein Problem zu haben: „Ich bin kein Homo-Hasser, die Leute verstehen bloß nicht, wo ich herkomme. Das Wort ‚Faggot‘ bedeutet für mich einfach ‚Schwächling‘ und hat nichts mit Homosexualität zu tun“, erklärte er 2001 in einem Interview.

Ein Zeichen dafür ist seine enge Freundschaft zu Sir Elton John. Der offen schwule Sänger ist mit dem Rapper in den letzten Jahren öfter zusammen aufgetreten. Die kritisierten Textpassagen störten Elton John dabei nicht: „Das reizt meinen britischen Sinn für schwarzen Humor“, sagte er damals augenzwinkernd.