18 Tote bei Schwulenparty in Mexiko

Bei einem Anschlag auf eine von einer Schwulengruppe organisierte Disco-Nacht starben in der mexikanischen Stadt Torreon 18 Menschen, 18 weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Anschlag im Dunstkreis rivalisierender Drogenbanden handelt und die Opfer unschuldig zur Zielscheibe wurden.

Es ist halb zwei Uhr früh, als die „Electro Gay Party 2“ in der Landvilla „Quinta Italia Inn“ ein tragisches Ende nimmt. Aus bis zu acht Autos steigen maskierte Männer aus und blockieren die Ausgänge. Dann eröffnen sie wortlos das Feuer und schießen mit ihren Sturmgewehren wahllos in die Menge. Nach wenigen Minuten ist alles vorbei.

Die Polizei zählt später 122 Patronen. Zehn Männer und acht Frauen im Alter zwischen 20 und 38 Jahren sterben. Einige Gäste überleben nur deshalb, weil sie sich – zum Teil schon verletzt – auf den Boden gelegt und sich tot gestellt hatten.

Die Generalstaatsanwalt, die ihre Büros direkt gegenüber des Tatorts hat, ging zunächst von einem Hassverbrechen aus: Sie glaubte, dass die Opfer sterben mussten, weil sie auf einer Schwulenparty feierten. Doch mittlerweile glauben Medien wie Behörden, dass die Tat nur ein weiterer Puzzlestein im Kampf der Drogenkartelle ist. Gerüchten zufolge stehen die Besitzer der Villa mit einer der Drogenbanden in enger Verbindung. In den letzten Jahren starben fast 25.000 Menschen in Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden.