Montag, 15. April 2024
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Homo-Gegner in Iowa entmachten Richter

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Im US-Bundesstaat Iowa sind vier Richter des Obersten Gerichtshofes aus ihrem Amt gewählt worden, weil sie das Verbot der Homo-Ehe als verfassungswidrig eingestuft haben.

Marsha Ternus, Michael Streit und David Baker gehören zu jenen sieben Richtern, die im Vorjahr für die Öffnung der Ehe entschieden – und sich dadurch den Zorn konservativer Gruppen zugezogen haben. Organisationen wie die „National Organisation for Marriage“, das „Family Research Council“ oder die berüchtigte „American Family Association“ haben insgesamt eine Million Dollar aufgewendet, um eine Kampagne gegen die drei Richter zu starten.

Damit ändern konservative lesben- und schwulenfeindliche Gruppen ihre Taktik, warnt die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Campaign“. Sie nennt die Kampagne einen „Warnschuss an Richter im ganzen Land“. Denn in letzter Zeit sind es die Gerichte, die Gesetze gegen Lesben und Schwule aufheben. Darauf scheinen sich diese Gruppen nun zu konzentrieren. Denn zum ersten Mal seit den 1990ern wurde bei einer US-Wahl nirgends über ein Verbot der Homo-Ehe in der Verfassung eines Bundesstaates abgestimmt.

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Die abgewählten Richter scheinen das auch so zu sehen. In einer gemeinsamen Stellungnahme heißt es: „Wir wollen es auch anerkennen und und bei allen Bürgern von Iowa bedanken, quer durch das politische Spektrum und aus verschiedenen Lebenswelten, die in den letzten Monaten unermüdlich daran gearbeitet haben, das wertvolle Justizsystem von Iowa gegen eine noch nie da gewesene Attacke von speziellen Interessenvertretungen außerhalb des Bundesstaates zu verteidigen.“ Bob Vander Plaats, den Führer von „Iowa for Freedom“ beschuldigten sie des „radikalen juristischen Aktivismus“.

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