Eingetragene Partnerschaften auch in Colorado?

Noch heuer sollen im US-Bundesstaat Colorado Eingetragene Partnerschaften möglich gemacht werden. Am gestrigen Valentinstag brachte der offen schwule Senator Pat Steadman einen entsprechenden Gesetzesvorschlag ein.

Die Rechte und Pflichten würden unter anderem das Erbrecht, die Mitversicherung, Pflegeurlaub, Besuchsrechte in Krankenhaus und Gefängnis, Entscheidungen im medizinischen Notfällen und nach dem Tod des Partners betreffen. Steadman und lesbischwule Gruppen in Colorado sind sich im Klaren, dass die Eingetragene Partnerschaft keine Gleichbereichtigung bringt. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bräuchten gleichgeschlechtliche Paare aber besonders dringend Schutz, erklärt Brad Clark von „OneColorado“. Und eine Eingetragene Partnerschaft sei politisch leichter durchzusetzen als eine Ehe-Öffnung – besonders, weil die Ehe erst 2006 per Volksabstimmung als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert.

Zumindest im Senat dürfte der Entwurf die erforderliche Mehrheit erhalten. Im Repräsentantenhaus von Colorado dürfte es aber knapp werden. Die Bevölkerung unterstützt neuesten Umfragen die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften zu über 70 Prozent – obwohl sie erst vor fünf Jahren gegen die Ehe-Öffnung gestimmt hat.