Boulevard polemisiert gegen queere Kultur

Wieder polemisiert der Boulevard gegen schwul-lesbische Projekte: Diesmal ist es die Gratis-Zeitung „Heute“, die gegen die Förderung queerer Initiativen protestiert.

Im Artikel „Das passiert mit der Hundesteuer“ kritisiert die Zeitung, dass sich die Stadt über die Erhöhung der Abgabe 1,6 Millionen zusätzliche Einnahmen holt – und listet einige Projekte aus, die im Kulturausschuss des Gemeinderates für förderungswidrig befunden wurden.

Darunter auch 120.000 Euro, die das Projekt „QWien – Zentrum für schwul-lesbische Kultur und Geschichte“ bekommt. Über dem Artikel das Bild eines süßen Hundchens und der Untertitel „Die Hundesteuer geht an Kulturprojekte“.

Es ist nicht das erste Mal, dass „Heute“ unterschwellig gegen Minderheiten polemisiert, um die Erhöhung der Hundesteuer zu kritisieren. So schrieb der gleiche Autor erst am 24. November, dass die Schulden des Amerlinghauses, „in dem etwa die (…) ‚Sadomasochismus-Initiative Libertine‘ untergebracht sind“, „mit dem Geld der Steuerzahler“ beglichen werden – um einen Satz später einen parteifreien Abgeordneten zu zitieren, der dieses Vorgehen als „Sauerei“ bezeichnet.

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