Sonntag, 25. Februar 2024
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Hass-Sänger Bounty Killer soll in Hamburg auftreten

Grünen-Politiker Volker Beck fordert ein Einreiseverbot

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Erneut soll ein Hass-Sänger in Deutschland auftreten. Diesmal ist es Bounty Killer, der Anfang Mai in Hamburg auftreten soll.

Mehrere Alben von Bounty Killer stehen auf dem Index

Mehrere Alben von Bounty Killer, bürgerlich Rodney Basil Price, stehen in Deutschland auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien – weil er zu Hass und Gewalt aufruft: „Steckt die Puffs und Schwuchteln in Brand, Scheiß-Männer müssen ertränkt werden, das ist die jamaikanische Philosophie“, heißt es beispielsweise in seinem Lied „Another Level“. Trotzdem soll er am 3. Mai in der Hamburger „Trafalgar Lounge“ auftreten.

Dagegen laufen Politiker und Aktivisten Sturm: „Wer in Jamaika zu Hass gegen Schwule und Lesben aufruft, darf in Deutschland nicht damit Geld verdienen“, macht der offen schwule Grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck klar. Die Bundesregierung hat dem Sänger bereits einmal die Einreise in den Schengen-Raum verwehrt. Nun fordert Beck das deutsche Innenministerium auf, dies wieder zu tun.

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Dem Veranstalter reicht eine Erklärung, dass Bounty Killer die entsprechenden Lieder nicht singt

Keiner Schuld bewusst ist sich hingegen der Veranstalter. Er verweist auf eine Erklärung, in der sich Bounty Killer verpflichtet, während seines Konzerts auf Gewaltaufrufe und Hetze zu verzichten. Man wisse um die Texte von Price, sei sich aber sicher, dass sich Price an deutsche Gesetze halten werde.

Dass er sich sogar weigert, den „Reggae Compassionate Act“ zu unterzeichnen, in dem sich Reggae-Musiker zumindest auf dem Papier verpflichten, keine homophoben Texte mehr zu singen, ist den Veranstaltern offenbar egal. Schließlich geht es auch ums Geschäft.