Slowakischer Parlamentarier hält Schwule und Lesben für ‚krank‘

n der Slowakei hat ein Parlamentsabgeordneter während einer Debatte Lesben und Schwule als „Kranke“ bezeichnet.

Als am Freitag der Abgeordnete Martin Poliačik von der SaS in der Parlamentssitzung forderte, Eingetragene Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare auch in der Slowakei zu ermöglichen, reichte es Štefan Kuffa von der Bürgerliste OĽaNO: „Für die Weltgesundheitsorganisation war Homosexualität einmal eine psychische Erkrankung. Es ist ein Fehler, kranke Leute durch die Straßen laufen zu lassen, ohne ihnen zu helfen“.

Auch durch die Kritik der anderen Abgeordneten ließ sich Kuffa nicht beirren. Er ergänzte: Dass die WHO Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen hat, war ein „Fehler“. „Diesen Leuten muss geholfen werden, dafür haben wir Psychiater und Heilanstalten“.

Besonders warnte Kuffa auch vor der Adoption durch schwule und lesbische Paare: Schließlich könnten die auch homosexuell erzogen werden, fürchtet der Parlamentarier.

Romana Schlesinger vom slowakischen „Queer Leaders Forum“ ist entsetzt: „Wir erwägen rechtliche Schritte, um die Menschenwürde zu wahren“. Kuffa habe die Slowakei mit seiner Aussage mit Ländern wir Uganda auf eine Stufe gebracht.