Google unterstützt Lesben- und Schwulenrechte

Google will die Rechte von Lesben und Schwulen unterstützen: Dafür hat der Internet-Konzern die Kampagne „Legalize Love“ ins Leben gerufen. Diese soll sich auf Teile Europas und Asien konzentrieren und besonders dort forciert werden, wo Gesetze die Rechte von Homosexuellen einschränken. Als Beispiele wurden Singapur und Polen genannt.

In den einzelnen Ländern soll es Kooperationspartner geben. Für das Projekt konnten bereits die Citigroup oder Ernst & Young gewonnen werden.

„Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter, die schwul oder lesbisch oder Transgender sind, dieselbe Erfahrung außerhalb wie innerhalb des Büros machen“, erklärt Mark Palmer-Edgecumbe, der als Head of Diversity bei Google für „Legalize Love“ verantwortlich ist.

Die Auswahl der Staaten ist bewusst gewählt: „Singapur möchte ein weltweites Finanzzentrum sein und ein führender Staat der Welt, und wir können sie dazu bringen, dass ein weltweites Zentrum und führender Staat bedeutet, dass man alle Leute gleich behandeln muss, ungeachtet ihrer sexueller Orientierung“, so Palmer-Edgecumbe weiter.

Google hat dabei eine bessere Position als die meisten Regierungen: Als Marktführer in vielen Bereichen, von der Suchmaschine über das E-Mail-Service Gmail bis zum Handy-Betriebssystem Android, kann es sich in der Praxis wohl kein Staat leisten, Google zu zensieren, ohne seine Bürger in der Praxis von weiten Teilen des Internets abzuschneiden.

Engagement für Lesben- und Schwulenrechte ist bei Google nichts Neues: Im Jahr 2008 hat sich Google gegen „Proposition 8“ eingesetzt, die in Kalifornien per Volksabstimmung die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule wieder rückgängig gemacht hat. Auch gibt es jedes Jahr zur Pride Season immer wieder nette Überraschungen bei der Gestaltung entsprechender Suchergebnisse. Die Bürgerrechtsorganisation „Human Rights Campaign“ hat Google auf die Liste der besten Arbeitgeber für Schwule und Lesben in den USA gegeben.

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