USA bekommen erste offen lesbische Senatorin

Die USA bekommen ihre erste offen lesbische Senatorin: Die Demokratin Tammy Baldwin hat in einem äußerst knappen Rennen um den Senatssitz im US-Bundesstaat Wisconsin ihren republikanischen Gegenkandidaten, Gouverneur Tommy Thompson, geschlagen. Dieser war unter George W. Bush Gesundheitsminister.

Die 50-Jährige Baldwin war die letzten 13 Jahre eine von 435 Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus. Dort war sie mit Barney Frank, der diesmal nicht mehr kandidierte, eine von zwei offen homosexuellen Abgeordneten. Nun ist sie die nächste Stufe auf der Karriereleiter hinaufgestiegen.

Sie gilt als Unterstützerin schwul-lesbischer Rechte, von Frauenrechten und Obamas Gesundheitsreform. Weiters war sie eine der heftigsten Kritikerinnen von „Don’t Ask, Don’t Tell“, dem Verbot offen homosexueller Soldaten, sich im Dienst zu outen. Nach ihrem Sieg twitterte sie: „Ich bin nicht angetreten, um Geschichte zu schreiben. Ich bin angetreten, um einen Unterschied zu machen.“

Im Wahlkampf hatte sie ihre sexuelle Orientierung nicht zu einem zentralen Thema gemacht, sondern setzte auf Themen wie die Gesundheitsreform für die Bevölkerung und den Frieden im Nahen Osten.