Ehe-Öffnung in Nordirland gescheitert – Bischöfe erfreut

In England und Wales ist die Ehe bereits für schwule und lesbische Paare geöffnet worden, Schottland hat im Februar ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Nur Nordirland sperrt sich noch gegen die Ehe-Öffnung.

Ein Gesetzesentwurf der irisch-nationalistischen Sinn Féin, die Ehe auch in Nordirland für Lesben und Schwule zu öffnen, wurde im Stormont, dem Regionalparlament, mit 51 zu 43 Stimmen abgelehnt. Es ist bereits das dritte Mal, dass ein entsprechender Antrag abgeschmettert wurde.

Die römisch-katholischen Kirche macht ihre Ablehnung der Ehe-Öffnung in Nordirland unterdessen mit einem offenen Brief an das Regionalparlament deutlich. Die Bischöfe betonen dabei, dass sie „jede Person als vollkommen gleichwertig“ ansehen und „jede Form von Diskriminierung“ ablehnen – außer, es geht offenbar um Lesben und Schwule.

Denn für sie erachten die Geistlichen die bereits bestehenden Eingetragenen Partnerschaften als „ausreichend“. Es sei keine Diskriminierung des Staates, unterschiedliche Arten von Beziehungen unterschiedlich zu behandeln – lediglich ein „Faktum der Natur“, dass gleichgeschlechtliche Paare „fundamental und objektiv anders sind“ als heterosexuelle Verbindungen, so die Bischöfe.

„Der beste und ideale Ort für Kinder“ sei noch immer die Familie, basierend auf einer Ehe von Frau und Mann, sind sich die römisch-katholischen Bischöfe von Nordirland sicher.