Zahl der HIV-Toten hat sich halbiert

Die Zahl der Menschen, die an der Immunschwächekrankheit Aids sterben, hat sich – zumindest in den entwickelten Ländern – in den letzten zehn Jahren halbiert.

Die Studie, die im Fachblatt „Lancet“ veröffentlicht wurde, hat 50.000 HIV-Positive in Europa, Australien und den USA beobachtet. Das Ergebnis: Sowohl die Sterblichkeit im Allgemeinen, als auch in Folge von Aids, ist von 1999 bis 2011 massiv zurückgegangen. Sind zwischen 1999 und 2000 von 1000 HIV-Positiven noch 17,5 gestorben, waren es 2009 bis 2011 nur mehr 9,1 Todesfälle. Bei den Todesfällen als Folge von Aids sank die Zahl von 5,9 auf 2,0. Das heißt, nur mehr einer von vier HIV-Positiven stirbt an den Folgen von Aids. Zuvor war es jeder Dritte.

Allerdings ist die Zahl an Krebserkrankungen, die nicht in Zusammenhang mit Aids stehen, von neun auf 23 Prozent massiv gestiegen.

Und auch Colette Smith vom University College in London dämpft die optimistischen Erwartungen: „Erkrankungen, die mit Aids in Verbindung stehen, sind in dieser Bevölkerungsgruppe noch immer die häufigste Todesursache.“ Sie macht klar: Mehr Menschen früher zu diagnostizieren ist die einzige Möglichkeit, um sicherzustellen, dass die Zahl der HIV-Positiven, die an den Folgen von Aids sterben, weiter zu senken.