Samstag, 13. April 2024
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Warum eine Frau, die zum vierten Mal verheiratet ist, zur Heldin von Weihbischof Laun wurde

Im Kampf gegen Lesben und Schwule werden aus schweren Sündern auf einmal Heilige

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Erneut spricht der Salzburger Weihbischof Andreas Laun, einer der konservativsten Vertreter des österreichischen Klerus, Schwulen und Lesben ihre Menschenrechte ab. „Was nach Gottes Willen verschieden ist, darf vom Menschen nicht als gleich angesehen und behandelt werden.“, sagte Laun am Wochenende bei einem „Ökumenischen Bekenntniskongress“ in Salzburg.

Bei dem Kongress diskutierte das rechte Spektrum der christlichen Kirchen unter dem Motto „Die gute Schöpfung Gottes und ihre Bedrohung“ unter anderem über „Genderismus“ und Homosexualität. So bezeichnete der Salzburger Weihbischof die derzeitige Familienpolitik als „frauenfeindlich“, weil Frauen zur Arbeit gedrängt würden, um Steuern zu zahlen, mit denen dann die Kinderkrippen finanziert werden.

Laun sieht konservative Christen, die das Gesetz brechen, als Opfer

Weiters meinte Laun, Christen, die sich gegen Abtreibung, Homo-Ehe und Gender-Ideologie äußerten, seien zunehmender Aggression ausgesetzt. Als Beispiel dafür nannte er die US-Standesbeamtin Kim Davis. Die 49-Jährige, die zum vierten Mal verheiratet ist und zwei Kinder unehelich zur Welt gebracht hat, weigerte sich aus Glaubensgründen, schwulen und lesbischen Paaren eine Ehe-Lizenz auszustellen. Weil sie sich damit vorsätzlich weigerte, ihre Arbeit zu tun, wurde sie mittlerweile in Beugehaft genommen – und zur Märtyrerin radikaler US-Christen.

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„Sündige Neigung wie Homosexualität“ dürfe kein Menschenrecht sein, sagt Laun

Und sie dürfte wohl die einzige mehrfach geschiedene Frau sein, für die der Weihbischof Sympathien hegt. Er kritisierte im Fall Davis, dass „gegenüber kritischen Christen Beugehaft verhängt“ werde. Laun sagte, angesichts solcher Fälle packe ihn eine „heilige Wut“. Man dürfe eine „sündige Neigung wie Homosexualität“ nicht zu einem Menschenrecht stilisieren, so der streitbare Geistliche weiter: Der Mensch sei moralischen Gesetzen unterworfen, die er nicht ungestraft übertreten dürfe.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Salzburger Erzbischof Andreas Laun lesben- und schwulenfeindlich äußert. Erst im letzten Monat hat er in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin profil erklärt, dass bei einem Großteil der Lesben und Schwulen ihre sexuelle Orientierung „heilbar“ sei.

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