Dienstag, 28. Mai 2024
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‚Väterkarenz‘ nun auch für lesbische Partnerinnen

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Bei lesbischen Paaren dürfen künftig beide Frauen in Karenz gehen. Das hat der Nationalrat heute beschlossen. Dagegen stimmte die FPÖ.

Die heute beschlossene Novelle sieht vor, dass die Väterkarenz nun auch Frauen offen steht. Das heißt, lesbische Frauen, deren Partnerin durch künstliche Befruchtung ein Baby bekommt, können nun auch in Elternkarenz nach dem Väter-Karenzgesetz gehen.

Damit wurde ein Punkt, in dem Regenbogenfamilien bis jetzt benachteiligt waren, beseitigt. Gerade im Familienbereich ist Österreich hier fortschrittlich: Das Adoptionsrecht wurde auch für homosexuelle Paare geöffnet – allerdings nicht durch einen Gesetzesbeschluss, sondern durch eine höchstgerichtliche Entscheidung. Vollständige Gleichheit würde auch hier nur eine bedingungslose Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare bringen.

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Auch andere Punkte rund um die Karenz wurden novelliert: So wurde auch die Elternteilzeit neu geregelt: Künftig müssen Eltern, die diese in Anspruch nehmen wollen, die Arbeitszeit um mindestens 20 Prozent reduzieren und mindestens zwölf Stunden pro Woche arbeiten gehen. Außerdem wurde eine vierwöchige Kündigungsfrist für Arbeitnehmerinnen nach einer Fehlgeburt beschlossen. Künftig haben auch freie Dienstnehmerinnen einen Freistellungsanspruch und einen viermonatigen Kündigungsschutz.

Obwohl die FPÖ mit den anderen Punkten der Novelle bei Elternteilzeit und Karenz einverstanden war, stimmte sie gegen das Gesetz, weil auch lesbische Paare von den Änderungen profitieren.