Schwuler Mann zu Weihnachten in seiner eigenen Wohnung überfallen

Im US-Bundesstaat Virginia wurde ein schwuler Mann ausgerechnet zu Weihnachten zum Opfer eines homophoben Hassverbrechens. Dabei wurden ihm zwei Finger gebrochen und vier Zähne ausgeschlagen.

Der Mann, den er „kaum kannte“, sei am 25. Dezember in sein Haus eingebrochen, erzählt Drew Inge: Zunächst habe er ihn beschimpft. Dann wurde er gewalttätig: „Ich wurde in meine Badewanne geworfen und mir wurde immer und immer wieder ins Gesicht und ins Kiefer getreten, während ich eine ‚Schwuchtel‘ genannt wurde“, beschreibt Inge den Vorfall in einem Facebook-Posting, das mittlerweile wieder gelöscht wurde.

Dann „knallte er die Tür auf die Finger meiner rechten Hand und brach sie“, erinnert sich Drew Inge weiter. Die offenen Brüche beachtete der Täter nicht. Danach wurde er „gegen meinen Willen festgehalten und mit einem Objekt aus Metall ins Gesicht gestochen.“

Nun sei er dabei, sich von dem Angriff zu erholen. Seinem Beruf kann der Friseur in den nächsten Wochen nicht nachgehen, „weil eine der Verletzungen, die ich erlitten habe, war, dass mir die Finger, mit denen ich die Haare schneide, zertrümmert wurden“, wie er auf Instagram schreibt.

„Ich weiß nicht, wie groß der Schaden an meinen Fingern ist, aber ich werde in ein paar Wochen hoffentlich wieder zurück sein, um Haare zu machen, und nichts wird mich aufhalten“, ist Inge zuversichtlich. Um die Kosten für die medizinische Behandlung in der Höhe von mehr als 6.000 Dollar zu decken, hat er ein Crowdfunding-Projekt gestartet.

Sein Angreifer wurde wegen diesem und weiterer Angriffe festgenommen und verbleibt in Haft.