Sonntag, 21. April 2024
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Wieder Hinrichtung eines schwulen Mannes durch den IS?

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Erneut soll die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) einen schwulen Mann ermordet haben. Allerdings gibt es auch Zweifel an der Echtheit der Aufnahmen.

Die Bilderserie, die am Wochenende veröffentlicht wurde, zeigt, wie ein Mann auf das Dach eines dreigeschoßigen Hauses geführt wird. Mit verbundenen Augen und an Händen und Beinen gefesselt soll er dann vom Dach auf die Straße gestürzt worden sein. Ein letztes Bild zeigt das Opfer in Großaufnahme auf dem Boden, um sein Gesicht herum ist Blut zu sehen.

Der Vorfall soll sich in Rawa im Irak abgespielt haben. Von dem gleichen Gebäude hatte der IS angeblich schon vor einem Jahr einen schwulen Mann in den Tod gestürzt.

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Eine unabhängige Bestätigung der Hinrichtung gibt es nicht. Es steht nur Bildmaterial zur Verfügung, das vom IS selbst produziert wurde.

Bei den aktuellen Bildern gibt es allerdings Zweifel an der Echtheit: So wirken Pixel retuschiert, auch der Schattenwurf wirkt auffällig unnatürlich. Mangels unabhängiger Quellen lässt sich aber nicht sagen, ob die Bilder echt sind oder eine Fälschung.

Allein in Syrien soll der IS mindestens 25 Menschen wegen ihrer Homosexualität umgebracht haben. Diese Schätzung hat das in London ansässige Syrian Observatory for Human Rights Anfang des Jahres veröffentlicht. Über die Zahl der schwulen Männer, die der IS im Irak getötet hat, gibt es keine zuverlässigen Schätzungen.

Den Recherchen des Syrian Observatory for Human Rights zufolge wurden in Syrien drei Männer erschossen, sechs gesteinigt und 14 von einem Gebäude gestoßen. Überlebten sie den Sturz, wurden sie ebenfalls gesteinigt. Zwei Ermordete waren dabei noch minderjährig.

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