Mittwoch, 29. Mai 2024
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Stephen Fry verlässt Twitter: ‚Es hat angefangen zu stinken‘

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Das soziale Netzwerk Twitter hat eines seiner beliebtesten Mitglieder verloren: Der britische Schauspieler Stephen Fry hat seinen Account gelöscht.

„Es ist recht einfach: Der Raum hat angefangen zu stinken. Und zwar sehr schlimm“, erklärt der 58-Jährige auf seiner Homepage die Gründe für seinen Ausstieg. Früher habe ihm Twitter viel Spaß bereitet, doch mittlerweile sei es zu einem Platz für „Scheinheilige und Selbstgerechte“ verkommen, „die es lieben zu hinterfragen, voreilige Schlüsse zu ziehen und beleidigt zu sein“.

Derzeit empören sich einzelne Twitter-User über einen Spruch von Stephen Fry bei der Verleihung der britischen Filmpreise BAFTA am Sonntag, deren Gastgeber er war. Als er die Kostümdesignerin Jenny Beavan mit einem Preis für Ihre Leistung beim Film „Mad Max: Fury Road“ auszeichnete, verglich er sie scherzhaft mit einer „Bag Lady“, einer Sandlerin: „Nur eine der wirklich großartigen Kostümdesignerin für den Film würde wie eine Sandlerin zur Preisverleihung kommen“, sagte er. Beavan trug eine schwarze Lederjacke, ein weißes T-Shirt und dunkle Hosen.

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Es war das elfte Mal, dass Fry die Veranstaltung moderierte, und die Zuseher lieben seinen messerscharfen Humor, der oft auch die Anwesenden miteinbezieht. Später betonte er, er sei mit der Künstlerin befreundet, und sie habe seinen Scherz verstanden. Nach der Veranstaltung posteten die beiden auch ein gemeinsames Foto, mit dem scherzhaften Untertitel „Jenny ‚Baglady‘ Beavan und Stephen ‚misogynes Schwein‘ Fry bei der Afterparty“. Die Welle der Kritik auf Twitter war da aber schon losgetreten.

Das war dem Künstler zuviel – er beschloss, seinen Twitter-Account offline zu nehmen. „Es ist so, als hätte ich einen Raum verlassen“, beschreibt Stephen Fry auf seiner Homepage das Gefühl, nachdem er seinen Account gelöscht hatte. Er fühle sich wie befreit.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Fry Twitter seinen Rücken zuwendet: Er hat sein Profil schon öfter gelöscht, unter anderem im Jahr 2009, nachdem ein anderer User seine Einträge als „langweilig“ bezeichnet hatte. Auch diesmal betonte Fry: Er habe die Tür zu Twitter „nicht zugeschmissen“.