Heute eröffnet in Wien das Pride Village

Bis zur Parade gibt's jeden Tag Unterhaltung und Information

Pride Village
Vienna Pride

In Wien wird heute um 19.00 Uhr das Pride Village auf dem Rathausplatz mit dem Hissen der Regenbogenflagge offiziell feierlich eröffnet. Bis Samstag ist es mit seinen Veranstaltungen, Bars und dem Kulturprogramm der erste Anlaufpunkt der LGBT-Community. Das Pride Village ist das erste Highlight der Vienna Pride, die am Samstag mit der Regenbogenparade ihren Höhepunkt findet.

Ein vielfältiges Programm – auch für Frauen, Familien und Transpersonen

„Durch enge Zusammenarbeit mit der LSBTIQ-Community konnten wir heuer ein äußerst vielfältiges Programm zusammenstellen. Uns war es wichtig, dass sich alle darin wiederfinden“, erklärt Katharina Kacerovsky vom Organisationsteam. Dabei hob sie unter anderem die Frauenzone im Pride Village und die Programmpunkte für Trans-Personen hervor. „Die Verbreiterung des Angebots von Vienna Pride ist auch im Hinblick auf EuroPride Vienna 2019 wichtig, weil wir dieses und nächstes Jahr bereits mehr Programm anbieten und neue Ideen testen wollen“, ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl.

Im Pride Village sind sämtliche Szenewirte mit Ständen vertreten – also der ideale Ort, um in den Abend zu starten oder sich mit Freunden zu treffen. Zusätzlich gibt es Infostände fast aller Organisationen der Community. Abgerundet wird das Angebot durch ein umfangreiches Programm: Auf der Hauptbühne treten zahlreiche namhafte Künstler auf, in den Themenzelten gibt es Diskussionen, Lesungen oder Vorträge.

Auch auf Wiener Amtsgebäuden weht die Regenbogenflagge

Und nicht nur auf dem Rathausplatz weht in diesen Tagen die Regenbogenfahne: Anlässlich der Vienna Pride 2017 haben das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie vor dem gemeinsamen Ministeriumsgebäude in der Radetzkystraße die Regenbogenfahne gehisst.

„Es ist inakzeptabel, dass im Jahr 2017 immer noch Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Umso wichtiger ist es, in der Öffentlichkeit für Diversität und Toleranz einzutreten“, betont Gesundheits- und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner in diesem Zusammenhang und wiederholt ihre Forderung nach der Öffnung der Ehe. „Mit der Regenbogenfahne vor unseren Ministerien setzen wir ein klares Zeichen für mehr Toleranz und Respekt in unserer Gesellschaft“, ergänzt Verkehrsminister Jörg Leichtfried.

Auch am Amtshaus Simmering wurde die Fahne als Zeichen der Solidarität und Toleranz gehisst. Der Bezirk hat als einziger einen FPÖ-Bezirksvorsteher – doch dessen Idee war die Regenbogenflagge nicht. Die Initiative dafür kam von der sozialdemokratischen LGBT-Organisation SoHo. „Das Hissen der Fahne am Amtshaus zeigt, dass auch der 11. Bezirk die gelebte Toleranz und Akzeptanz der LGBTIQ-Community öffentlich darstellt. Für uns Simmeringer zählt ausschließlich der Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung“, erklärt in diesem Zusammenhang der stellvertretende Simmeringer Bezirksvorsteher Peter Kriz von der SPÖ.