[Video] „In a Heatbeat“: Schwule Trickfilm-Romanze erobert das Internet

Abschlussarbeit von zwei Filmstudenten sorgt nun für Lachen und Tränen

In A Heartbeart
Esteban Bravo und Beth David

Ein Trickfilm über eine außergewöhnliche Liebesgeschichte erobert derzeit das Internet: In „In a Heartbeat“ wird die Liebesgeschichte der beiden Schüler Sherwin und Jonathan erzählt. Es ist der wohl erste animierte Kurzfilm über eine schwule Romanze – und ein Film, der einen gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringt.

Wenn sich das Herz selbst auf den Weg macht…

Die Geschichte des vierminütigen Films, der ohne Sprache auskommt, ist schnell erklärt: Der schüchterne und ungeoutete Sherwin hat sich in Jonathan verliebt – traut sich aber nicht, ihm seine Gefühle zu gestehen. Daraufhin macht sich das Herz des Burschen selbst auf den Weg – auch, wenn sich Sherwin mit Händen und Füßen dagegen wehrt…

Gestaltet wurde der Film von Esteban Bravo und Beth David, die am Ringling College of Art and Design in Sarasota im US-Bundesstaat Florida studiert haben. Der Film ist ihre Abschlussarbeit. „Dieser Film ist nicht nur der Höhepunkt unserer vierjährigen Ausbildung (…), sondern auch Ausdruck eines Themas, das noch nie in der Computer-Animation behandelt wurde“, erklärte das Regieduo dem US-Portal „EOnline“.

Mit den Charakteren soll man sich identifizieren können und queere Liebesgeschichten etwas besser verstehen

Der „Huffington Post“ sagten die jungen Filmemacher: „Wir hoffen, dass der Film jenen, die sich mit den Charakteren identifizieren, gefällt. Und dass alle anderen ein bisschen Verständnis bekommen für diese Erfahrungen“ Gerade in der queeren Community kann die erste Liebe eine besondere Herausforderung sein.

Ursprünglich hatten David und Bravo übrigens den Plan, den Kurzfilm mit einem Burschen und einem Mädchen als Hauptfiguren aufzuziehen – erst später entschieden sie sich für eine gleichgeschlechtliche Lovestory – die den beiden Filmstudenten dann auch die Anerkennung brachte.

Fast zehn Millionen Aufrufe auf YouTube in vier Tagen

Denn der Film begeistert das Internet: Auf YouTube ist führt er derzeit die Rubrik „Trends“ an. Seit er am Montag veröffentlicht wurde, haben ihn schon fast zehn Millionen Menschen gesehen. Auch die LGBT-Organisation Human Rights Campaign (HRC) wurde auf das Video aufmerksam und kommentierte es mit den Worten: „Wir alle können uns damit identifizieren.“ Mit Herzblut muss es für aufstrebende Künstler also gar nicht einmal so schwer sein, weltweit viele Menschen zu erreichen.

Finanziert wurde der bezaubernde Streifen im November über das Crowdfunding-Portal Kickstarter. Gerechnet haben die beiden Filmstudenten mit 3.000 Dollar. Doch 416 Personen spendeten über das Portal mehr als 14.000 US-Dollar, um den rührenden Kurzfilm zu finanzieren – mehr als vier Mal so viel, als sich die Studenten erhofft hatten.