Sonntag, 21. April 2024
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„IS-Henker“ Abu Omer in Mossul festgenommen

Er leitete auch Ermordungen von mutmaßlich schwulen Männern

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In der irakischen Stadt Mossul konnte einer der führenden Köpfe der Terrororganisation „Islamischer Staat“ gefasst werden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur AhlulBayt. Abu Omer, dessen Spitzname „Weißbart“ ist, soll auch federführend an der Ermordung mutmaßlich schwuler Männer durch den IS beteiligt gewesen sein.

Abu Omer soll sich seit der Eroberung Mossuls durch irakische Regierungstruppen in einem Haus in der Stadt versteckt haben. Dort konnte er nach einem Hinweis aus der Bevölkerung am 1. Jänner von Soldaten festgenommen werden. Ein Fotograf sollte die Festnahme dokumentieren, die Soldaten machten begeistert Selfies mit dem Henker.

Abu Omer soll die Aufsicht über die „Hinrichtungen“ von Homosexuellen gehabt haben

Der IS wiederholt Männer wegen Homosexualität zum Tode verurteilt. Die Betroffenen wurden dann von einem Hochhaus gestürzt. Wenn sie den Sturz überlebten, wurden sie vom Mob gesteinigt. Videos der Hinrichtungen wurden vom IS als Propaganda über das Internet verbreitet.

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Hinrichtungen mutmaßlich schwuler Männer gab es auch in Mossul, das seit 2014 unter Kontrolle der Terrormiliz war. Bei einigen dieser Exekutionen soll Abu Omer die Aufsicht gehabt haben und die Anklage verlesen haben.

Auf Videos und Fotos der Hinrichtungen ist der „Weißbart“ deutlich zu sehen

Foto- und Videoaufnahmen zeigen bei einigen Hinrichtungen einen älteren Mann, aller Wahrscheinlichkeit nach Omer. Er verliest den Opfern, denen die Augen verbunden wurden, die Anklage, bevor sie hingerichtet werden. Nun droht Abu Omer selbst die Todesstrafe.

Bereits im Dezember hat der irakische Premierminister Haider al-Abadi offiziell verkündet, den IS auf seinem Staatsgebiet geschlagen zu haben. Vereinzelte Kämpfer verstecken sich allerdings noch immer im Land.

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